Datei: LIESMICH.TXT


Sehr geehrte BTXSAT-Anwenderin!
Sehr geehrter BTXSAT-Anwender!

Mit  dem vorliegenden  Programm BTXSAT  knnen Sie Satelliten-Wetterbilder,
die  vom Bundesamt  fr Zivilluftfahrt ber BTX angeboten werden, auf Ihrem
PC  anzeigen und  speichern. Bisher  war das  nur mit dem BTX-Decoder MUPID
oder  einem AMIGA  mit Spezial-Software  mglich. Voraussetzung zum Betrieb
von  BTXSAT ist  ein kompatibler  PC mit  VGA-Ausrstung. Zum  Abholen  der
Bilder  aus BTX  wird ein  Modem bentigt.  Geeignet sind  Hayes-kompatible
Modems, V.25-Modems oder das BAG1a der Post zusammen mit einem BAG-Kabel.
BTXSAT  wurde im  Auftrag des Bundesamtes fr Zivilluftfahrt entwickelt. Es
ist   Public-Domain  und  darf  fr  den  persnlichen  Gebrauch  kostenlos
geladen,  genutzt, kopiert  und weitergegeben  werden. Eine  professionelle
Verwertung, wie der Verkauf von Programmdisketten ist untersagt.
Ich  hoffe, da  Ihnen dieses Programm gefllt und darf Ihnen auch im Namen
des "BAZ" viel Erfolg bei der Programmbenutzung wnschen.

                      Hans Hornbostel

Wien, im September 1991


Ŀ
 1. Inbetriebnahme 


Wahrscheinlich  haben Sie  BTXSAT in Form der Datei SATPAK.EXE aus BTX oder
einer  Mailbox geladen. Oder Sie haben eine Diskette mit den BTXSAT-Dateien
erhalten.  Dann gelten  die folgenden  Hinweise sinngem.  Wenn Sie BTXSAT
zum  ersten Mal  installieren, kommen Sie mit den folgenden Schritten rasch
und sicher zum Ziel:

-Machen Sie eine Sicherheitskopie von SATPAK.EXE auf eine Diskette.

-Richten  Sie ein Programm-Verzeichnis fr BTXSAT ein. Falls sich auf Ihrer
 Platte  bereits DECODIX  in der  Version 1.40  befindet, knnen  Sie  ohne
 weiteres  das DECODIX-Verzeichnis  mitbenutzen. Bei allen anderen DECODIX-
 Version mssen Sie ein eigenes Verzeichnis fr BTXSAT anlegen.

-Kopieren Sie SATPAK.EXE in das BTXSAT-Verzeichnis.

-Wechseln  Sie in  das BTXSAT-Verzeichnis  und rufen  Sie SATPAK  auf.  Die
 Datei  entpackt sich nun selbst und es entstehen alle Dateien, die fr den
 Programmbetrieb  bentigt werden.  Falls Sie  das DECODIX-Verzeichnis mit-
 benutzen,  erscheint beim Entpacken die Meldung "LL2.COM Overwrite [Y/N]".
 In diesem Fall tippen Sie bitte "n".

-Rufen  Sie die  neu entstandene Datei SETUP auf. Es erscheint ein Formular
 mit  mehreren Eingabefeldern.  Hier mssen  Sie  die  Ihrer  Konfiguration
 entsprechenden  Werte  eintragen.  Zu  jedem  Eingabefeld  gibt  es  einen
 Hilfetext  am unteren  Bildschirmrand. Mit  den Pfeiltasten knnen Sie von
 Feld  zu Feld  springen. Bei  manchen Feldern  mssen  Sie  die  Leertaste
 tippen  und erhalten  eine Auswahl  vorgegebener Mglichkeiten. Whlen Sie
 den zutreffenden Wert mit den Pfeiltasten und besttigen Sie mit Return.

Fr  die  erste  Inbetriebnahme  von  BTXSAT  brauchen  Sie  lediglich  die
folgenden Punkte auszufllen:

1) Die serielle Schnittstelle, an der Ihr Modem angeschlossen ist.
   Das Programm untersttzt COM1 bis COM4.
2) Der Typ Ihres Modems. Whlen Sie bitte:
   BAG1a, wenn  Sie   ein  BAG1a  zusammen  mit  einem  DECODIX - BAG-Kabel
          verwenden
   Hayes, wenn  Sie  ein  Hayes-kompatibles  oder  ein  CCITT  V.25 - Modem
          verwenden
   V.24,  wenn Sie ein CCITT V.25-Modem in der Betriebsart 108.2 verwenden.
          Ihr  Modem mu  so konfiguriert  sein, da es bei steigenden DTR-
          Signal   selbstttig  die  Verbindung  zur  nchstgelegenen  BTX-
          Zentrale herstellt.
3) Bei den Modemtypen "Hayes" und "V.24" die Modem-Geschwindigkeit.
   Beim Modem-Typ BAG1a brauchen Sie hier nichts zu verndern.
   Derzeit  kann BTX  ber die  "Schnellen Zugnge" mit 1200 oder 2400 Baud
   angewhlt  werden. Whlen  Sie daher  2400/2400, wenn  Ihr  Modem  diese
   Geschwindigkeit untersttzt, sonst 1200/1200.
   Falls  Ihr Modem  ber eine  MNP5-Option verfgt und Sie diese aktiviert
   haben,  sollten Sie  jedoch nach  Mglichkeit 9600/9600  whlen, da  bei
   niedrigeren Baudraten manchmal bertragungsprobleme auftreten knnen.
4) Wenn Sie als Modemtyp "Hayes" gewhlt haben,  werden Sie zustzlich nach
   verschiedenen Modem-Befehlen und Meldungen gefragt. Die voreingestellten
   Werte  sind fr  die meisten Hayes-kompatiblen Modems geeignet. Wenn Sie
   hier  trotzdem nderungen  vornehmen  wollen,  beachten  Sie  bitte  die
   Erluterungen im Anhang.
   Im  Feld  "Nummer"  ist  die  Rufnummer  des  "Schnellen  Zuganges"  der
   nchstgelegenen BTX-Zentrale einzugeben:
   Wien aus dem Ortsnetz (Rufnummer 51 425, voreingestellter Wert)
   Wien aus anderen Ortsnetzen (Rufnummer 0222/51 425)
   Graz aus dem Ortsnetz (Rufnummer 28 61 00)
   Graz aus anderen Ortsnetzen (Rufnummer 0316/28 61 00)
   Klagenfurt aus dem Ortsnetz (Rufnummer 58 22)
   Klagenfurt aus anderen Ortsnetzen (Rufnummer 0463/58 22)
   Salzburg aus dem Ortsnetz (Rufnummer 89 18 16)
   Salzburg aus anderen Ortsnetzen (Rufnummer 0662/89 18 16)
   Innsbruck aus dem Ortsnetz (Rufnummer 58 45 84)
   Innsbruck aus anderen Ortsnetzen (Rufnummer 0512/58 45 84)

Nachdem  Sie alle  Angaben zu den Punkten 1 bis 3 gemacht haben, tippen Sie
bitte  die Escape-Taste.  Beim Modem-Typ  "Hayes" folgt  nun  ein  weiteres
Formular.  Fllen Sie  dieses entsprechend  Punkt 4  aus  und  beenden  Sie
wieder  mit Escape. Nun erscheinen am unteren Bildschirmrand drei Optionen,
die  Sie mit  den Pfeiltasten  auswhlen knnen:  Mit "Beenden" steigen Sie
aus  SETUP aus,  ohne nderungen  vorzunehmen, mit  "Weiter"  gelangen  Sie
zurck  zum ersten Formular. Wenn Sie sicher sind, da alle Angaben korrekt
sind,  whlen Sie  "Speichern" und  besttigen  zweimal  mit  Return.  Ihre
Konfigurationsdaten   werden  nun   in  der   Datei  SAT.CFG   gespeichert.
Zustzlich  legt SETUP  ein Verzeichnis  zur Ablage  von  Satellitenbildern
sowie  die Batch-Datei SAT.BAT an. ber diese Batch-Datei knnen Sie BTXSAT
knftig starten.


Ŀ
 2. Programmbetrieb 


Haben  Sie mit  SETUP eine Erstkonfiguration durchgefhrt? Dann starten Sie
das Programm BTXSAT mit der Eingabe von
Ŀ
 SAT <Return>. 

Der   Hauptbildschirm  von   BTXSAT  erscheint.   Er  ist  in  drei  Felder
unterteilt:  Ein groes  Bild-Fenster, eine Menleiste am unteren und einen
Farbbalken  am rechten  Rand. Im  Bild-Fenster werden  die Satellitenbilder
angezeigt.  Der Farbbalken  stellt die  zum Bild gehrende Farbpalette dar.
In der Menleiste werden die Optionen von BTXSAT angezeigt:
Ŀ
 (N)eues Bild laden, (B)ild anzeigen, (E)nde. 


Neues Bild laden
Diese  Option wird  durch Bettigung der Taste "N" aufgerufen. Das Programm
whlt   automatisch  BTX   an  und   ruft  die   Seite  mit  dem  aktuellen
Satellitenbild  auf. Der  Bildaufbau dauert  etwa 6:30 bei Verwendung eines
BAG1a bzw. bei 1200 Baud und etwa 3:40 bei 2400 Baud.
Danach  wird die  Verbindung zu  BTX getrennt  und das  komplette  Bild  im
Bildverzeichnis  gespeichert. Der Dateiname, der dazu verwendet wird, setzt
sich  aus dem  Ladedatum und  der Uhrzeit  zusammen. Im Anhang sind weitere
Speicheroptionen angefhrt.
Der   Anwahl-  und   Ladevorgang  kann   jederzeit  mit   der  Escape-Taste
abgebrochen   werden.  In  diesem  Fall  trennt  das  Programm  sofort  die
Telefonverbindung und kehrt zum Hauptmen zurck.
Das  neu geladene Satellitenbild bleibt solange am Bildschirm, bis eine der
BTXSAT-Option  gewhlt wird.

Bild anzeigen
Diese  Option wird  durch Bettigung  der Taste  "B" aufgerufen.  In  einem
Fenster  werden die  Dateinamen  aller  bisher  geladenen  Satellitenbilder
angezeigt.  Die Dateinamen  setzen sich aus Ladedatum und Uhrzeit zusammen:
MMTTHHMM.SAT.  Whlen Sie  das gewnschte  Bild  mit  den  Pfeiltasten  und
besttigen  Sie mit  Return oder  brechen Sie mit Escape ab. Das gewnschte
Bild  wird angezeigt. Solange keine anderen Optionen gewhlt werden, bleibt
das zuletzt angezeigte Bild auf dem Bildschirm.

Ende
Diese  Option wird  durch Bettigung  der Taste  "E" aufgerufen und beendet
das Programm.


Ŀ
 3. Anhang 


Hier finden Sie weitere, wichtige Informationen ber BTXSAT.


BTXSAT-Dateien und Verzeichnisse

BTXSAT.EXE    Programmdatei von BTXSAT Version 1.0.
SETUP.EXE     Konfigurationsprogramm von BTXSAT.
SAT.CFG       Standard-Konfigurationsdatei von BTXSAT.
SAT.INF       Standard-Informationsdatei von BTXSAT. Hier sind alle
              Informationen gespeichert, die BTXSAT zum automatischen
              Laden von Satellitenbildern bentigt.
LL2.COM       LL2 Version 3.40, (c) 1989,1990 IAIK.
              TSR-Programm zur Kommunikation mit BTX. Dieses Programm
              ist Teil von DECODIX und wird von BTXSAT mitbenutzt.
SAT.BAT       Batchdatei zum Starten von BTXSAT.
\BILDER       Standard-Verzeichnis zum Ablegen gespeicherter Bilder.
TTMMHHMM.SAT  Gespeicherte Satellitenbilder im Bildverzeichnis.


Das Programm BTXSAT

ber  die Kommandozeile  knnen weitere  Funktionen von  BTXSAT  aufgerufen
werden.  Wenn LL2.COM  geladen ist,  kann BTXSAT  folgendermaen  gestartet
werden:
Ŀ
 BTXSAT [<Konf.Datei[.CFG]>] [<Informationsdatei>] [-Option] <Return> 

Ohne   Angabe  der   Konfigurationsdatei  verwendet  BTXSAT  die  Standard-
Konfigurationsdatei  SAT.CFG. Ohne  Angabe der  Informationsdatei wird  die
bei der Konfiguration angegebene Datei (SAT.INF) verwendet.
Gltige Optionen:
-N   Sofort nach Programmstart wird ein neues Satellitenbild geladen.
-B   <Bilddateiname[.SAT]>  Die   angegebene  Bilddatei  wird  sofort  nach
Programmstart  angezeigt.  Wenn  kein  Dateipfad  angegeben  ist,  wird  im
Bildverzeichnis  gesucht. Wenn  kein Dateiname angegeben ist, erscheint das
Dateiauswahlfenster.

Grundstzlich   wird  jedoch   der  Aufruf  ber  die  Batch-Datei  SAT.BAT
empfohlen:
Ŀ
 SAT [<Informationsdatei>] [-Option] <Return> 

Auch  dieser Aufruf  gestattet die  bergabe  einer  Informationsdatei  und
einer  Start-Option. Dieses  Verfahren hat  jedoch  den  Vorteil,  da  LL2
automatisch installiert und entfernt wird.

Die  Mglichkeiten beim  automatischen Laden  von Satellitenbildern aus BTX
werden in der Beschreibung der Datei SAT.INF erlutert.


Das Programm SETUP

Im  Punkt "Inbetriebnahme" sind nur jene Schritte beschrieben, die fr eine
Erstkonfiguration  unbedingt ntig  sind. Hier folgen weitere Informationen
ber das Arbeiten mit SETUP.

SETUP  untersttzt den  Betrieb mit mehreren Konfigurationen. Zum Verndern
einer beliebigen Konfigurationsdatei ist SETUP folgendermaen aufzurufen:
Ŀ
 SETUP [<Konfigurationsdatei[.CFG]>] <Return> 

SETUP   ladet  die  angegebene  Konfigurationsdatei.  Wenn  kein  Dateiname
angegeben  ist, wird  die Standard-Datei  SAT.CFG verwendet.  Der Dateiname
zum  Speichern einer  Konfiguration  kann  im  Feld  "Konfigurations-Datei"
angegeben  werden.  Dieses  Feld  befindet  sich  im  Abschnitt  "Programm-
Parameter"  auf dem ersten Konfigurations-Formular. Dort kann auch der Name
des  Bildverzeichnisses und  der Informationsdatei  verndert werden.  Beim
Speichern  wird das  Bildverzeichnis, die Konfigurationsdatei und eine neue
Batch-Datei zum Starten von BTXSAT angelegt.
Falls  Sie ein  Hayes Modem verwenden, verlangt SETUP Angaben zu den Modem-
Parametern. Es folgt eine Beschreibung des entsprechenden Formulares.
Im  Abschnitt "Modem-  und Anwahlbefehle"  ist der  komplette  Anwahlstring
anzugeben,  der zum  Anwhlen von  BTX an das Modem gesendet werden mu. Er
besteht  aus den  Teilen Prefix,  Nummer und Suffix. Bei "Prefix" sind alle
Zeichen  vor, bei  "Suffix" alle Zeichen nach der BTX-Rufnummer einzugeben.
Im Feld "Nummer" sollte nur die BTX-Rufnummer angegeben werden.
Das  Zeichen Return  wird durch  ^M dargestellt.  Einige Modems  sind  nach
bestimmten  Befehlen nicht  sofort empfangsbereit. Zur berbrckung solcher
Wartezeiten  dient das  Zeichen ~  (Tilde).  Jede  Tilde  entspricht  einer
Verzgerung  von 0,3  Sekunden. Hinweis:  Das Zeichen  ^ kann mit <ALT> 94,
die Tilde mit <ALT> 126 eingegeben werden.
Im  Feld Abwahl  ist jener  String einzugeben,  der das  Modem zum  Trennen
einer    bestehenden   Verbindung   und   zum   Abbruch   eines   laufenden
Anwahlvorganges  veranlt. Beim  Abwhlen sendet  das Programm erst diesen
String,  dann  wird  die  DTR-Leitung  auf  LOW  geschaltet.  Viele  Modems
reagieren  auf ein  fallendes DTR-Signal mit dem Trennen der Verbindung und
bentigen  keinen Abwahlstring.  Bitte stellen  Sie selbst  fest,  ob  bzw.
welchen Abwahlstring Ihr Modem bentigt.
Im   Abschnitt  "Modem-Meldungen"   sind  die   verschiedenen   Nachrichten
einzugeben,  die Ihr Modem im Verlauf eines Anwahlvorganges senden kann. Am
wichtigsten  ist die  CONNECT-Meldung. Sobald  das Programm  diese  erhlt,
betrachtet  es die  Verbindung zur  BTX-Zentrale  als  hergestellt.  Danach
wartet  das Programm  weitere  40  Sekunden  auf  die  Begrung  der  BTX-
Zentrale. Wenn diese ausbleibt, wird die Verbindung getrennt.
Auf  eine Modem-Meldung wird so lange gewartet, wie im Feld "Modem-Connect-
Wartezeit"  angegeben. Die  dort eingestellte  Zeit sollte lnger sein, als
das  Timeout des  Modems.  Beim  Empfang  einer  der  "NoConnect"-Meldungen
bricht  das Programm  den Verbindungsaufbau  sofort ab.  Wenn die  "Error"-
Meldung  auftritt, wird  kein weiterer  Anwahlversuch mehr gestartet. Sonst
wird  die BTX-Anwahl  so oft  versucht, wie  im  Feld  "BTX-Anwahlversuche"
angegeben.  Dieses Feld  befindet  sich  im  ersten  Konfigurationsformular
unter dem Abschnitt "Modem- und BTX-Parameter".


Die Informationsdatei SAT.INF

In  dieser Datei  sind alle  Informationen enthalten,  die BTXSAT zum Laden
von  neuen Bildern  bentigt. Dazu zhlen die Nummer der BTX-Seite, von der
das Bild abzuholen ist und der Dateiname, unter dem es zu speichern ist.
Die  Informationsdatei ist  eine Textdatei  und kann  mit  ASCII-Editierern
verndert  werden. Kommentarzeilen  sind gestattet  und  mssen  mit  einem
Strichpunkt (;) beginnen.
Fr  jede Seite,  die beim  Aufruf der  Option "Neues  Bild laden"  aus BTX
abgeholt werden soll, ist eine Zeile in folgendem Format einzutragen:
Ŀ
 Seite = <Seitennummer> [,<Dateiname[.SAT]>] 

Die Seitennummer ist ohne * und # einzugeben.
Die  Angabe eines  Dateinames kann  entfallen. Dann bildet BTXSAT einen aus
Ladedatum  und Uhrzeit:  TTMMHHMM.SAT. Die  Zeitinformation  wird  aus  BTX
eingelesen  und ist  unabhngig von der Systemzeit des PC's. Bei dieser Art
der  Speicherung erhlt  jedes Bild  einen  individuellen  Namen  und  kann
jederzeit   wieder  angezeigt   werden.  Deshalb   wird  sie  standardmig
verwendet.  Natrlich sammeln  sich im  Lauf der Zeit immer mehr Dateien im
Bildverzeichnis an.
Wenn  ein Dateiname  angegeben wird,  verwendet ihn  BTXSAT  zum  Speichern
einer  neu geladenen  Seite. Ein lteres Bild mit gleichem Namen wird dabei
berschrieben.  Daher kann  immer nur  das zuletzt  geladene Bild angezeigt
werden.  Falls das  Bild nicht im Bildverzeichnis abgelegt werden soll, mu
der gewnschte Pfad angegeben werden.
Wenn  im Verlauf  eines Ladevorganges mehrere Seiten geladen werden sollen,
darf  nur eine  einzige Seitenangabe  ohne Dateinamen gemacht werden. Allen
brigen Seiten mu ein gltiger Dateiname zugeordnet werden.
Im  folgenden Beispiel  wird erst  das aktuelle  Satellitenbild unter Datum
und  Uhrzeit, dann  eine Seite  mit aktuellen Flugwetterinformationen unter
dem Namen "WETTER" gespeichert:
Ŀ
 ;Datei BEISPIEL.INF                                          
 ;                                                            
 ;Aktuelles Satellitenbild mit Datum und Uhrzeit speichern:   
 Seite = 2310732                                              
 ;                                                            
 ;Flugwetterinformationen unter dem Namen "WETTER" speichern: 
 Seite = 2310611, WETTER                                      
 ;                                                            
 ;Ende Datei BEISPIEL.INF                                     

Nun  soll BTXSAT  die beiden Seiten sofort nach Programmstart einlesen. Ein
geeigneter Aufruf ist:
Ŀ
 SAT BEISPIEL.INF -N <Enter> 



Die Startdatei SAT.BAT

Die  Datei SAT.BAT  wird vom  SETUP-Programm automatisch angelegt und sorgt
fr  einen korrekten  Aufruf von  BTXSAT mit der gewnschten Konfiguration.
Um  BTXSAT von  jedem Verzeichnis aus starten zu knnen, ergnzen Sie bitte
die  "PATH" -   Anweisung in der Datei AUTOEXEC.BAT um den Pfad zum BTXSAT-
Verzeichnis.  Oder Sie  kopieren die  Datei SAT.BAT in ein Verzeichnis, das
sich bereits im "Pfad" befindet.


Ŀ
 4. Informationen zum BTX-Satellitenbild 


Das   Bild  stammt   vom  europischen   Wettersatelliten  EUMETSAT,  einem
geostationren  Satelliten, der  die  Erde  aus  rund  36.000  km  Hhe  in
verschiedenen   Spektralbereichen   abtastet.   Das   auf   Seite   2310732
dargestellte   Bild  wird  mehrmals  tglich  erneuert.  Nach  dem  derzeit
gltigen  Sendeplan werden  die Bilder  von 5:00,  8:00, 11:00,  14:00  und
17:00  UTC  (Weltzeit)  eingespielt  und  knnen  nach  etwa  zwei  Stunden
abgerufen  werden. Das  Bild von  5:00 UTC  steht also  im Winter  ab 7:00,
whrend der Sommerzeit ab 8:00 Lokalzeit zur Verfgung.
Das  Infrarotbild  liefert  eine  Information  ber  die  Temperaturen  der
Erdoberflche   und  der   Wolken.  Jedem   Temperaturintervall  wird   ein
bestimmter   Farbwert  zugeordnet,  die  Farbskala  reicht  von  grau  ber
ockergelb,  grn und rot bis wei. So werden alle jene Bereiche im Bild als
grau  dargestellt,  die  hohe  Temperaturen  aufweisen,  wie  zum  Beispiel
tagsber   die  Wstengebiete   Nordafrikas.  Weniger   warme  Land-   oder
Wasserflchen  erscheinen meist  als Bereiche  mit der Farbe Ocker. Schnee-
und  Eisflchen im Temperaturintervall zwischen 0 bis minus 15 Grad sind am
gelben Farbton zu erkennen.
Die   Wolken  werden  in  Abhngigkeit  ihrer  Oberflchentemperaturen  mit
Ausnahme  von grau  in allen  Farben dargestellt.  Tiefe  und  somit  warme
Wolken   erscheinen   im   Bild   Ocker,   mittelhohe   Altocumulus-   oder
Altostratusfelder  werden je  nach Jahreszeit  gelb oder  grn dargestellt.
Hohe  Wolken sind  als rote  oder weie  Flecken zu  identifizieren. Regen-
oder  Gewitterwolken sind  meistens hochreichende  und kalte  Wolken, soda
sie  im BTX-Bild  rot oder wei erscheinen. Gewitterwolken sind auerdem an
ihrer kreisrunden oder ovalen Form zu erkennen.
Lange  Wolkenbnder mit  mehr oder weniger stark ausgeprgter Krmmung sind
Schlechtwetterfronten.   Im   Mischungsbereich   verschieden   temperierter
Luftmassen  bilden sich  hochreichende  Wolken  aus,  die  sich  bandfrmig
organisieren.  Werden in  bodennahen Schichten warme Luftmassen durch kalte
ersetzt,  so bezeichnet  man das  gelbe bis  grne Wolkenband als Kaltfront
(Symbol:  Linie mit  Dreiecken). Rote  oder  weie  Flecken  innerhalb  des
Bandes  deuten auf eingelagerte Gewitterwolken hin. Im Bereich dieser recht
aktiven   Schlechtwetterzone  treten   neben  verbreiteten   Schauern  auch

Gewitter  auf. Im  umgekehrten Fall,  wenn eine  kalte Luftmasse durch eine
warme  ersetzt wird,  spricht man  von einer  Warmfront (Symbol:  Linie mit
Halbkreisen).  Diese erscheint  im Satellitenbild  als kurzes,  breites und
kaum  strukturiertes Wolkenband  in den  Farben gelb,  grn oder  rot.  Bei
geschlossener  Bewlkung kommt  es zu  langanhaltenden  Niederschlgen,  zu
Dauerregen   in  der  warmen  und  ergiebigen  Schnefllen  in  der  kalten
Jahreszeit.   Die  Okklusion  (Symbol:  Linie  mit  Dreieck  und  Halbkreis
nebeneinander)  ist ein  stark gekrmmtes ockerfarbenes, gelbes oder grnes
Wolkenband    mit   Regen   oder   Regenschauern   bzw.   Schneefall   oder
Schneeschauern.  Treten auch  rote Flecken  innerhalb des Wolkenbandes auf,
so sind sie ein Hinweis auf gewittrige Schauer.
Von   den  nicht  bandfrmigen  Wolkenstrukturen  sind  noch  weie,  meist
linienfrmig   angeordnete,  kreisrunde   Wolkenzellen  erwhnenswert,  die
zwischen  Warm- und  Kaltfront liegen  und hufig  Hagelunwetter darstellen
(Symbol:  Blitz). Die  in einem hochreichenden Kaltluftkrper (Bezeichnung:
Hhentief)  auftretenden Gewitterzellen  weisen je  nach Jahreszeit nur die
Farben grn oder rot auf.
Bei  winterlichen Hochdrucklagen  ist  auch  zu  bercksichtigen,  da  die
Boden-  oder Hochnebelfelder  im Bild  nicht oder  nur selten  zu  erkennen
sind,  weil sie  infolge der  geringen Temperaturgegenstze zur Schneedecke
oder  zum schneefreien Boden vom Infrarotsensor des Satelliten nicht erfat
werden.


Ŀ
 5. Registrierung 


Das   Bundesamt  fr   Zivilluftfahrt  plant,   die  Mglichkeiten   dieses
Programmes  und den  Satellitenbild-Dienst bei  ausreichender Nachfrage  zu
erweitern.  Falls Sie  daran interessiert  sind,  richten  Sie  bitte  Ihre
Vorschlge  oder Wnsche  an uns.  Oder teilen Sie uns formlos mit, da Sie
dieses  Programm benutzen.  In beiden Fllen helfen Sie mit, diesen Service
auszubauen und zu verbessern.
Senden  Sie uns bitte eine Mitteilung ber unsere Antwortseite, die Sie von
der  Leitseite *2310#  mit Wahl KA6 erreichen. Als Teilnehmer im "Fido-Net"
erreichen  Sie uns  mittels Netmail an Hans Hornbostel, 2:313/1.8. Oder Sie
schreiben an das

Ŀ
 Bundesamt fr Zivilluftfahrt 
 zu Handen Herrn Horst Cordes 
 Schnirchgasse 11             
 A-1030 Wien                  



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