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        Lexikon zu "Abenteuer im Wald"


        Altpapier                  Lignin
        Bannwald                   Maschineneinsatz
        Baumart                    Monokulturen
        Biomasse                   Nachhaltigkeit
        Biotop                     Naturnahe Wlder
        Brusthhendurchmesser      Naturwlder
        Chlorbleiche               kosystem
        Christbume                Ozon
        CO2                        Papiererzeugung
        Deinking                   Papiergeschichte
        Durchforstung              Pottasche
        E-Klassen                  Reinbestand
        Energieholz                Rodung
        Faserplatten               Sgeindustrie
        Festmeter                  Saurer Regen
        Formaldehyd                Schtztricks
        Forstgeschichte            Schutzwald
        Forstgesetz                Skifahren
        Forstschutz                Sonnenkraftwerk Wald
        Forstwege                  Spanplatten
        Forstwirtschaft            Sulfatzellstoff
        Funktionen des Waldes      Sulfitzellstoff
        H/D-Wert                   Treibhauseffekt
        Hektar                     Tropenwald
        Holz                       Urwald
        Holzessig                  Viskoseseide
        Holzfreies Papier          Wald und Weide
        Holzgas                    Waldbewirtschaftung
        Holzgeist                  Walderhaltung
        Holzkohle                  Walderneuerung
        Holznutzung                Waldpflege
        Holzprodukte               Waldzustand
        Holzspiritus               Wild
        Holzstoff                  Z-Bume
        Holzzucker                 Zellstoff
        Klimanderung              Zellulose
        Klimastation Wald          Zellwolle




        Altpapier:

        Altpapier ist ein wichtiger Rohstoff fr die
        Papiererzeugung; seine Verarbeitung trgt wesentlich zur
        Verkleinerung des Mllberges bei. Das gesammelte
        Altpapier wird in mehreren Stufen in Wasser aufgelst
        und gereinigt. Die dabei gewonnenen Fasern knnen nun
        zur Erzeugung von Papier verwendet werden. Doch der
        Wiederverwertung von Altpapier sind Grenzen gesetzt: Da
        Zellstoff- und Holzstoffasern bei mehrmaliger Verwendung
        brchig und krzer werden, nimmt die Papierqualitt ab.
        Ein Zusatz von frischem Zellstoff bzw. Holzstoff ist
        daher unvermeidbar, wenn man festes, haltbares Papier
        erzeugen will. Altpapier wird vorwiegend fr
        Faltschachtelkarton, Packpapier und Wellpapperohstoff
        verwendet. Bei diesen Papierarten stren Farbreste aus
        dem Altpapier nicht. Fr die Herstellung von Zeitungs-
        und Hygienepapier wird die Druckfarbe aus dem Altpapier
        entfernt; diesen Vorgang nennt man Deinking. Dabei
        fallen Reststoffe wie Schmutz, Druckfarben und
        Faserbruchstcke in Form von Schlamm an. Durch
        Verbrennung der Reststoffe kann Energie gewonnen werden,
        der Rckstand (Schlacke) mu deponiert werden. Die
        sterreichische Papierindustrie hat sich freiwillig dazu
        verpflichtet, smtliches in sterreich anfallendes
        Altpapier langfristig zu bernehmen.


        Bannwald:

        Ohne die schtzende Wirkung der Wlder wren weite Teile
        sterreichs nicht bewohnbar. Wlder, die fr die
        Gesellschaft von besonderer Bedeutung sind und die der
        Abwehr von Gefahren dienen, knnen zu Bannwldern
        erklrt werden. Solche Wlder, die oberhalb von
        Bauernhfen, Straen oder Siedlungen wachsen, schtzen
        die Menschen vor Lawinen, Muren und Steinschlag.
        Manche Erholungs- oder Quellschutzwlder sind
        Bannwlder. Auch zum Schutz von Straen oder
        Eisenbahnlinien knnen Bannwlder geschaffen werden. Das
        Forstgesetz schreibt vor, da Bannwlder besonders
        beaufsichtigt, bewirtschaftet und gepflegt werden. Das
        ist aber so teuer, da der Besitzer des Bannwaldes
        nicht mehr alles allein bezahlen kann. Wer vom Bannwald
        geschtzt wird, mu fr diese wirtschaftlichen
        Erschwernisse bezahlen. Meistens bernimmt dann die
        Bezahlung der Staat, ein Bundesland oder eine Gemeinde,
        da sehr viele Menschen durch den Bannwald geschtzt
        werden. Die Begriffe Bannwald und Schutzwald werden oft
        verwechselt.


        Baumart:

        Die Baumarten teilt man in zwei groe Gruppen:
        Nadelbume, wie zum Beispiel die Fichte, die Tanne, die
        Lrche und die Kiefer oder Fhre; Laubbume wie die
        Buche, die Eiche, der Ahorn. sterreichs Wlder bestehen
        zu rund 8O% aus Nadel- und zu 2O% aus Laubbumen.
        Whrend Nadelbume vor allem in den gebirgigen Gegenden
        sterreichs wachsen, da sie mit dem rauhen Klima gut
        zurechtkommen, findet man die Laubbume vor allem in
        der Ebene. Das Hgelland ist von Mischwldern bedeckt.
        Welche Baumarten in einem Wald von Natur aus vorkommen,
        hngt von den dort herrschenden Lebensbedingungen ab.
        Durch das Zusammenwirken von Klima, Grundgestein, Boden
        und Lage wird die natrliche Waldpflanzengesellschaft
        bestimmt. In naturnahen Wldern findet man also
        diejenigen Baumarten, die mit den jeweiligen
        Umweltbedingungen am besten zurechtkommen. Untersttzt
        man bestimmte Baumarten in ihrem Wachstum, sollte man
        darauf achten, das kosystem Wald nicht zu stren;
        Baumarten, die von Natur aus in einem bestimmten Wald
        fehlen, sollte man nicht anbauen: sie knnten sich
        ungnstig auf den Wald oder den Standort auswirken. So
        wurden in der Vergangenheit die Fichte und die Kiefer
        weit ber ihr natrliches Verbreitungsgebiet hinaus, oft
        in Form von Monokulturen, angebaut. Diese falsche Wahl
        von Baumarten hat in der heutigen naturnahen
        Bewirtschaftung keinen Platz mehr. Die Forstwirtschaft
        hat aus ihren Fehlern gelernt und ist bestrebt, durch
        naturnahe Waldbewirtschaftung und Waldpflege im Einklang
        mit der Natur zu leben und zu arbeiten.


        Biomasse:

        Die gesamten in einem bestimmten Gebiet (kosystem)
        lebenden Pflanzen und Tiere nennt man Biomasse. Die
        Biomasse wird in Kilogramm pro Quadratmeter [kg/m2] oder
        in Tonnen pro Hektar [t/ha] gemessen. In einem 12O Jahre
        alten Buchenwald hat man folgendes gefunden: Auf einem
        Hektar (1OOm x 1OOm) stehen etwa 25O Bume. Der Abstand
        der Bume ist also sehr gro, etwa 16m. Der
        Durchmesser der Baumstmme betrgt etwa 4O cm. Stmme:
        35O fm/ha; ste: 22O t/ha; Zweige: 3O t/ha;
        Wurzeln: 3O t/ha; Bltter: 3 t/ha; Blten: 4OO kg/ha;
        Frchte: 3OO kg/ha. Whrend Bltter, Blten und
        Frchte jedes Jahr neu gebildet werden und als Nahrung
        fr Tiere, Pflanzen und Bakterien dienen, nehmen die
        Bume an Masse zu: etwa 2O t Holz bilden die Stmme und
        ste jedes Jahr. Neben den Pflanzen finden sich etwa
        1.5OO Tierarten in einem Buchenwald; auf einem einzigen
        Quadratmeter leben: 1OOO Kfer, 3OO Ameisen, 8OOO
        sonstige Insekten, 5OO Spinnen, 35O.OOO Milben und 11
        Millionen Wrmer. Ihre gesamte Biomasse betrgt
        allerdings nur 75 kg/ha. Sugetiere, Vgel und Lurche
        sind zwar wegen ihrer Gre und Lebensweise leichter zu
        beobachten, bilden aber nur einen winzigen Anteil an der
        Biomasse des Waldes. Diese Tiere sind es, die einen
        Groteil des von den Pflanzen "erzeugten" Sauerstoffs
        sofort wieder veratmen (siehe Klimastation Wald,
        Sonnenkraftwerk Wald).


        Biotop:

        Das Wort Biotop bezeichnet einen Lebensraum.
        Flschlicherweise wird mit Biotop oft ein besonders
        gesunder, natrlicher Lebensraum bezeichnet. Aber
        whrend ein Gartenteich ein Biotop fr Frsche ist,
        stellt eine von Salz angegriffene Betonautobahn den
        Lebensraum fr bestimmte Algenarten dar. Das Biotop
        zusammen mit seinen pflanzlichen und tierischen
        Bewohnern nennt man kosystem. Auch hier gibt es
        natrliche (Urwald) und knstliche kosysteme
        (Eisenbahndmme).


        Brusthhendurchmesser:

        Der Brusthhendurchmesser ist wichtig fr die Berechnung
        des H/D- Wertes eines Baumes. Dabei wird der Durchmesser
        eines Baumes in der Hhe von ca. 1,3Om gemessen
        (Brusthhe). Kennt man den Brusthhendurchmesser eines
        Baumes, kann man ungefhr seinen Holzvorrat und sein
        Gewicht abschtzen.

        Siehe auch: Schtztricks.


        Chlorbleiche:

        Will man weies Papier erzeugen, mssen die graubraunen
        Zellstoffasern gebleicht werden. Eines der Verfahren ist
        die Chlorbleiche. Da Chlor und Chlorverbindungen sehr
        umweltschdlich sind, wird die Chlorbleiche immer
        weniger angewendet. Papierfabriken in sterreich wenden
        moderne Verfahren der Bleiche an, in denen der Zellstoff
        meist durch Sauerstoff gebleicht wird. Sulfatzellstoff
        wird derzeit noch chlorarm gebleicht: Nach einer
        Vorbleiche mit Sauerstoff wird statt mit elementarem
        Chlor mit Chlordioxid gebleicht.


        Christbume:

        Die auf dem Mrkten erhltlichen "Lichterbume" werden
        nicht wahllos aus beliebigen Bestnden
        herausgeschnitten, sondern fallen bei der Waldpflege an,
        sind Wipfelstcke bereits gefllter Bume oder stammen
        aus eigens zu diesem Zweck angelegten
        Christbaumkulturen. Junge Fichtenwlder sind sehr dicht:
        Die Bume haben einen Abstand von nur ein bis zwei
        Metern, auf einem Hektar stehen etwa 25OO bis 1O.OOO
        Stmme. Wird der Wald lter, brauchen die groen Bume
        mehr Platz; in einem Altbestand stehen nur mehr 4OO
        Bume, die brigen wurden bei der Durchforstung
        herausgenommen (und zum Teil als Christbume verkauft).


        CO2:

        CO2 ist die chemische Formel fr Kohlendioxid. CO2 ist
        ein Gas, das in geringer Menge in der Atmosphre
        vorhanden ist. Es ist, zusammen mit Wasser und
        Sonnenlicht, der Ursprung allen Lebens auf der Erde
        (siehe Sonnenkraftwerk Wald. Seit Jahrmillionen haben
        Pflanzen CO2 aus der Atmosphre gebunden und in Form von
        Zellulose gespeichert. In einem groen Kreislauf wurde
        bei der Verrottung der Pflanzen das meiste CO2 wieder
        frei. Aber riesige Mengen konnten nicht verrotten: Von
        Wasser und Schlamm berdeckt, bildete sich aus den
        Pflanzen Kohle, aus Plankton Erdl und Erdgas. Seit etwa
        2OO Jahren verwenden wir diese fossilen Brennstoffe zur
        Energiegewinnung. Dadurch wurde bisher soviel CO2
        wieder freigesetzt, da in der Atmosphre heute beinahe
        um ein Drittel mehr CO2 vorhanden ist als 18OO. CO2 ist
        neben Wasserdampf fr den Treibhauseffekt in der
        Atmosphre verantwortlich. Durch die Erhhung der
        Konzentration knnte es nun geschehen, da sich die
        Temperaturen auf der gesamten Erde ganz geringfgig
        ndern. Aber bereits minimale Vernderungen knnten
        gewaltige Klimaverschiebungen zur Folge haben.

        Siehe auch: Klimanderung, Energieholz


        Deinking:

        Die Bezeichnung "Deinking" stammt aus dem Englischen und
        heit wrtlich bersetzt "Entfrben" (de = ent, ink =
        Tinte, Druckfarbe). Wird Altpapier zur Papiererzeugung
        verwendet, mu die Druckfarbe soweit wie mglich
        entfernt werden. Das Altpapier mu also entfrbt werden.
        In dem dnnflssigen Brei aus Altpapierfasern werden die
        Farbteilchen, die an den Papierfasern haften,
        abgelst. Die Trennung von Papier und Farbe erfolgt in
        einem Flotationsproze: feine Luftblschen werden in die
        Lsung gesprht. Durch einen geringen Seifenzusatz
        lagert sich die Druckfarbe an den Blschen an und wird
        von der Oberflche abgeschpft. Die ausgeschiedenen
        Farb- und Fllstoffe werden ber Verbrennungsanlagen
        entsorgt.


        Durchforstung:

        Bei der Durchforstung (Auslesedurchforstung) werden jene
        Bume gefllt, welche die gesunden, stabilen Z-Bume in
        ihrem Wachstum behindern. Durch diese Waldpflege werden
        Waldbestnde erzielt, die wegen ihrer hohen
        Standfestigkeit weniger witterungsanfllig und sehr
        widerstandsfhig gegen Schdlinge sind. Sie liefern
        auch bessere Holzqualitt. Die Standfestigkeit eines
        Baumes lt sich leicht messen: siehe H/D-Wert.

        Siehe auch: Christbume, Forstschutz.


        E-Klassen:

        "E" ist die Abkrzung fr Emission, das bedeutet das
        Ausstrmen von Stoffen oder Gasen in die Luft. Die
        Bezeichnungen E1 bis E3 zeigen an, wieviel Formaldehyd
        hchstens aus Holzwerkstoffplatten (wie z.B.
        Spanplatten) ausdampfen darf. E1 bedeutet, da sich
        hchstens O,1 ppm Formaldehyd in einem Raum befinden
        drfen. "ppm" ist die Abkrzung von parts per million,
        also Teile in einer Million von Teilen. O,1 ppm
        Formaldehyd bedeutet also, da sich in einem Liter Luft
        ein zehnmillionstel Liter Formaldehyd befindet, das ist
        ein Zehntel Kubikmillimeter. In sterreich werden nur
        Spanplatten der Kategorie E1 erzeugt. Beim Bau von
        Mbeln werden teilweise immer noch importierte Platten
        hherer Emissionsklassen verwendet.


        Energieholz:

        Die Erkenntnis, da die Vorrte an fossilen Brennstoffen
        auf unserem Planeten in absehbarer Zukunft zu Ende gehen
        werden und die Verbrennung von Erdl, Erdgas und Kohle
        schwerwiegende Belastungen fr unsere Umwelt mit sich
        bringen, fhrte zur "Wiederentdeckung" des "alten"
        Brennstoffes Holz. Bei nachhaltiger Bewirtschaftung
        wird genau soviel CO2 von den Bumen aufgenommen, wie
        bei deren Verbrennung frei wird. (Sonnenkraftwerk Wald)


        Faserplatten:

        Im Gegensatz zu Spanplatten, welche aus Holzspnen
        hergestellt werden, bestehen Faserplatten aus
        Holzfasern. Sie werden vor allem im Mbelbau, als
        Verpackungsmaterial und zur Unterdachschalung
        eingesetzt. Bei der herkmmlichen Faserplatte verwendet
        man keine Bindemittel. Speziell fr diesen Zweck
        hergestellte geleimte Faserplatten knnen spter mit
        Pressen in jede gewnschte Form gepret werden (z.B.
        Armaturenbretter fr Autos). Eine Sonderform ist die
        Dmmplatte, die gering gepret wird und durch ihren
        hohen Luftgehalt hervorragend zur Schallisolation
        geeignet ist.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Festmeter:

        Der Festmeter ist ein wichtiges Raumma in der
        Forstwirtschaft. Es ist gleichbedeutend mit einem
        Kubikmeter. Im Gegensatz dazu ist ein Raummeter die
        Menge Holz, die in einem Wrfel von einem Meter
        Seitenlnge Platz hat. Ein Raummeter sind etwa 3/4
        Festmeter oder Kubikmeter Holz.

        Siehe auch: Schtztricks, Holznutzung


        Formaldehyd:

        Formaldehyd (H-CHO) ist ein stechend riechendes Gas, das
        vom Menschen schon in kleinsten Spuren wahrgenommen
        wird. Formaldehydlsungen (Formalin) sind selbst in
        geringen Konzentrationen giftig und werden als
        Desinfektionsmittel und zur Schimmelpilzbekmpfung
        verwendet. Formaldehyd wird bei der Hrtung von Leim
        eingesetzt. Hier ist es auch bei der Erzeugung von
        Spanplatten von Bedeutung. Aber auch aus anderen
        Bereichen des Alltags ist Formaldehyd nicht mehr
        wegzudenken. Viele Produkte wie Kosmetika und Lacke
        enthalten geringe Mengen Formaldehyd. Eine starke
        Formaldehydbelastung geht von Tabakrauch aus. In
        sterreich werden seit 1984 ausschlielich Spanplatten
        der formaldehydrmsten Kategorie E1 erzeugt; die
        Platten werden laufend von einem Prfinstitut
        kontrolliert. Spanplatten der Kategorie E1, vor allem,
        wenn sie furniert oder beschichtet sind, lassen
        praktisch kein Formaldehyd in die Atemluft entweichen.

        Forstgeschichte:

        Die Forstgeschichte beschreibt die Vergangenheit des
        Waldes. Unsere heutigen Wlder in Europa sind etwa 1OOOO
        Jahre alt und entstanden nach der letzten groen
        Eiszeit, whren der fast ganz sterreich vergletschert
        war. Als das Klima wieder wrmer wurde, begann das Eis
        langsam zu schmelzen und gab den darunterliegenden Boden
        frei. Langsam begannen sich wieder Pflanzen und Humus
        zu bilden, Tundrasteppen und Taiga (wie heute in
        Sibirien) entwickelten sich zu Wldern. Diese Urwlder
        bedeckten ganz Mitteleuropa. Nur die Gipfel der Gebirge
        waren unbewaldet. Im Mittelalter begannen die Menschen
        vermehrt Drfer zu grnden und den Wald zu roden, um
        Platz fr Wiesen und Felder zu schaffen. Den dsteren
        Wald mit seinen wilden Tieren sahen die Menschen als
        ihren Feind. Die Waldflchen gingen in allen
        europischen Lndern immer mehr zurck, man brauchte
        Holz als Brenn- un Bauholz. Vielen Bumen wurden jedes
        Jahr die ste abgeschnitten, die man als Einstreu in den
        Stllen verwendete. Auch die Nadeln und Bltter der
        Bume wurden dafr verwendet; dabei gingen dem Waldboden
        wichtige Nhrstoffe verloren. Zur Zeit der
        industriellen Revolution begann bei uns eine aus
        heutiger Sicht gewissenlose Ausbeutung des Waldes, wie
        man sie heute leider auch heute in vielen Lndern der
        Erde finden kann. Aber je kleiner die verbleibenden
        Waldflchen wurden, desto mehr erkannten die Menschen,
        wie kostbar der Wald fr sie ist. Seit etwa 2OO Jahren
        werden Regeln aufgestellt, wie der Wald zu
        bewirtschaften ist, damit er auch fr sptere
        Generationen erhalten bleibt. Dieses Prinzip der
        Nachhaltigkeit ist heute auch Bestandteil des
        Forstgesetzes.


        Forstgesetz:

        Im Forstgesetz ist festgelegt, was man im Wald darf und
        was verboten ist. Das sterreichische Forstgesetz, das
        eines der strengsten der Welt ist, hat dazu gefhrt, da
        die Waldflche in sterreich jhrlich um 4OOOha oder
        4Okm2 zunimmt. Im Forstgesetz ist auch bestimmt, wie
        sich die Waldbesucher zu verhalten haben. Das
        Spazierengehen im Wald ist jedem erlaubt. Wir mssen
        jedoch den Wald, die Pflanzen und Tiere vor Strung
        schtzen. So ist das Begehen und Wandern erlaubt,
        Reiten, Mountainbiking und Skifahren sind aber verboten:
        der Wald ist kein Sport- oder Spielplatz. Dennoch ist,
        mit der Erlaubnis des Waldbesitzers, in manchen Gebieten
        z.B. das Radfahren erlaubt. Selbstverstndlich sind das
        Feueranznden und Mllablagern im Wald strengstens
        untersagt. Das Sammeln von mehr als 2kg Pilzen pro Tag
        ist nur mit Zustimmung des Waldbesitzers gestattet.
        Manchmal werden Teile von Wldern gesperrt, um zufllig
        vorbeikommende Waldbesucher vor einer Gefhrdung durch
        Forstarbeiten zu schtzen. Solche "Baustellen" im Wald
        darf man keinesfalls betreten.

        Siehe auch: Bannwald, Schutzwald, Rodung, Walderhaltung,
        Skifahren, Forstwege.


        Forstschutz:

        "Vorbeugen ist besser als Heilen!" Auch der Wald kann
        krank werden; durch Forstschutz kann das verhindert
        werden. Schon beim Pflanzen des Waldes sollte man die
        richtigen Baumarten aussuchen, die Widerstandskraft
        gegen Schden durch Insekten, Pilze, parasitre
        Pflanzen, aber auch gegen Frost, Schnee und Feuer
        besitzen. Hier sind Waldpflegemanahmen und
        Durchforstung wichtig, denn oft bentigen "Schdlinge"
        wie z.B. Borkenkfer, Bockkfer, Holzwespen usw. zu
        ihrer Vermehrung kranke Bume. Es ist wichtig, solche
        kranken Bume, aber auch gesunde geerntete Stmme rasch
        abzutransportieren, um die Ausbreitung dieser Insekten
        zu verhindern. Ameisen und Singvgel sind natrliche
        Feinde der Schdlinge: Schtzt man Ameisenhaufen und
        schafft man Brutmglichkeiten fr Vgel, kann man viele
        Waldkrankheiten verhindern.


        Forstwege:

        Viele Wanderer schtzen Forstwege als bequemen Zugang
        zum Wald. Fr die Waldarbeiter sind die Forstwege der
        Arbeitsplatz; sie dienen dem Abtransport des wertvollen
        Rohstoffes Holz. Sie ermglichen eine schonende
        Holzernte und kleinflchige Waldbewirtschaftung.
        Forstwege sind Voraussetzung fr die Durchforstung der
        Jungbestnde, Pflege der Baumbestnde (Waldpflege) und
        die laufende Kontrolle der Wlder. Der Neubau von
        Forstwegen unterliegt den strengen Bestimmungen des
        Forstgesetzes und des Naturschutzgesetzes. Das Ziel
        jedes Waldbesitzers sollte es sein, den Wald durch
        Forstwege, die sich harmonisch in die Landschaft
        einfgen, zu erschlieen.


        Forstwirtschaft:

        Die Forstwirtschaft ist einer der wichtigsten
        Wirtschaftszweige in sterreich. Fast die Hlfte der
        Flche sterreichs ist von Wald bedeckt. Jedes Jahr
        werden etwa 17 Millionen Festmeter Holz verkauft. (Wrde
        man dieses Holz auf einer Flche von 1 km2 aufschichten,
        wre der Stapel 2O Meter hoch!) Trotzdem wird in
        sterreich kein Raubbau am Wald getrieben: Diese
        enorme Holzmenge ist nur etwa 3/4 des Holzes, das
        jhrlich nachwchst (Nachhaltigkeit). Rund 26O.OOO
        Menschen leben vom Wald und vom Holz. Sie sind
        Waldbesitzer oder Forstarbeiter, Frster oder Tischler,
        Arbeiter in Papierfabriken oder Bauern.

        Siehe auch: Walderhaltung, Waldpflege, Waldfunktionen.


        Funktionen des Waldes:

        Nahezu die Hlfte der Flche sterreichs ist von Wald
        bedeckt. Das kosystem Wald ist der Lebensraum fr
        unzhlige Tier- und Pflanzenarten. Auch fr den Menschen
        ist der Wald wichtig. Wir sprechen von den verschiedenen
        "Waldwirkungen" oder "Waldfunktionen". Der Wald dient
        zur Erholung (Erholungsfunktion). Bannwlder bieten
        Schutz vor Lawinen und Muren (Schutzfunktion). Die Holz-
        und Forstwirtschaft sichert das Einkommen von 26O.OOO
        sterreichern (Nutzfunktion). Unter der
        Wohlfahrtsfunktion versteht man die ausgleichende
        Wirkung auf Klima, Luft und Wasserhaushalt.


        H/D-Wert:

        Dnne, hohe Bume werden vom Sturm oft umgeworfen oder
        vom Schnee gebrochen. Um abschtzen zu knnen, wie
        standfest ein Baum ist, kann man den H/D-Wert
        (Hhe/Durchmesser) verwenden. Er wird folgendermaen
        berechnet: Man dividiert die Baumhhe durch den
        Brusthhendurchmesser (beide Werte in cm). Beispiel: Ein
        Baum ist 32 Meter hoch und hat einen Durchmesser von
        4Ocm. 32OO / 4O = 8O H/D. Bei einem standfesten Baum
        ist der H/D-Wert kleiner als 8O, bei einem
        schneebruchgefhrdeten grer als 8O. Rechtzeitige und
        richtige Durchforstung erhht die Standfestigkeit der
        Bume und Bestnde.

        Siehe auch: Schtz-Tricks.


        Hektar:

        1 ha sind 1O.OOOm2 oder 1/1OOkm2, also ein Quadrat mit
        einer Seitenlnge von 1OOm. Mit dieser Flcheneinheit,
        die vor allem in der Landwirtschaft gebruchlich ist,
        wird die Gre von Waldflchen angegeben. Zurck zu:
        Biomasse, Christbume, Rodung, Schtztricks,
        Treibhauseffekt, Urwald, Waldbewirtschaftung.


        Holz:

        Holz ist der feste Krper der Bume, der von Rinde
        umgeben ist. Holz und Rinde werden vom Kambium gebildet,
        das zwischen beiden liegt. Im Frhjahr entsteht helles,
        weitporiges Frhholz, im Herbst dunkles, engporiges
        Sptholz. Dadurch erkennt man die Jahrringe, durch die
        man das Alter eines Baumes bestimmen kann (siehe:
        Schtztricks). Holz ist aus Pflanzenzellen aufgebaut.
        Die Zellen enthalten vor allem Wasser, Eiwei und Harze,
        die Zellwnde sind aus dem Papierrohstoff Zellstoff
        (Zellulose) aufgebaut. Zwischen den Zellen sind Lignin
        und Hemizellulose eingelagert.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Holzessig:

        Bei der trockenen Destillation von Holz entsteht unter
        anderen Produkten Holzessig. Auer Essigsure enthlt
        der Holzessig noch Methanol und Azeton. Holzessig wirkt
        keimttend und wird zur Herstellung von Essigsure und
        von Azetaten verwendet.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Holzfreies Papier:

        Holzfreies Papier wird aus reinem Zellstoff hergestellt;
        holzhaltiges Papier enthlt auerdem Holzstoff. Die
        Bezeichnung "holzfrei" ist nicht ganz richtig, da ja der
        Zellstoff heute auch aus Holz hergestellt wird. Sie
        stammt aus der Zeit, als das Zellstoffkochen noch nicht
        erfunden war und die Papierfasern aus Hadern (Fetzen)
        erzeugt wurden.


        Holzgas:

        Bei der Destillation von Holz entsteht das brennbare
        Holzgas; als Ersatz von Benzin wurde Holzgas frher als
        Motorentreibstoff genutzt. Dazu wurde neben den Motor
        ein kleiner Ofen zur Gaserzeugung montiert. Chemisch
        stellt Holzgas ein Gemisch aus Kohlendioxid (CO2),
        Kohlenmonoxid (CO), Methan (CH4), Wasserstoff (H2) und
        thylen (H2C=CH2) dar.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Holzgeist:

        Eine Mischung von Methanol, Azeton und anderen
        Produkten der Holzdestillation nennt man Holzgeist.
        Durch Destillation kann reines Methanol gewonnen werden.

        Siehe auch: Holzprodukte, Holzspiritus.


        Holzkohle:

        Wenn Holz unter Luftabschlu geglht wird, entsteht
        Holzkohle (siehe Holzprodukte). Jahrtausendelang wurde
        Holzkohle in Meilern hergestellt: Holzprgel wurden
        aufgeschichtet und der Haufen mit Erde und Lehm
        luftdicht bedeckt. Nachdem das Holz durch ein kleines
        Loch angezndet wurde, wandelte es sich durch
        wochenlanges Glosen in Holzkohle um. Tag und Nacht
        wachte der Khler ber den Meiler; kam bei starkem Wind
        zuviel Luft zu dem mit 1OOO Grad glhenden Holz, konnte
        es verbrennen. Mit Beginn der industriellen Revolution
        um 18OO wurde der Bedarf an Holzkohle immer grer:
        Riesige Wlder wurden abgeholzt. Zur gleichen Zeit wurde
        immer mehr Steinkohle eingesetzt, schlielich die
        Holzkohle als Brennmaterial verdrngt. Holzkohle wird
        heute noch als Aktivkohle (Filter), Zeichenkohle und zum
        Grillen verwendet. Sie dient als Rohstoff bei der
        Herstellung von Schwarzpulver und Schwefelkohlenstoff
        (siehe Viskose). Heute wird Holzkohle in Fabriken
        hergestellt. Der Grubbauer im niedersterreichischen
        Piestingtal ist einer der letzten Khler in sterreich.


        Holznutzung:

        Die Holznutzung und die fortwhrende Bereitstellung des
        Naturproduktes Holz werden gerade in Zeiten eines
        steigenden Umweltbewutseins immer wichtiger. Kaum ein
        anderer Rohstoff bietet so viele verschiedene
        Verwendungsmglichkeiten; seit Urzeiten wird Holz in
        vielfltiger Form verwendet: als Bauholz in Husern, als
        Werkstoff fr Mbel, aber auch als Brennmaterial.
        sterreichs Forstwirtschaft hlt sich strikt an das
        Prinzip der Nachhaltigkeit. Gegenwrtig wird sogar
        weniger Holz genutzt, als in unseren Wldern zuwchst.
        In den letzten Jahren wuchsen jhrlich durchschnittlich
        28 Millionen Festmeter Holz zu, wovon nur 3/4 genutzt
        wurden. Die Holznutzung gefhrdet also in sterreich
        nicht den Fortbestand unserer Wlder. Im Gegenteil:
        Die Waldpflege krftigt das kosystem Wald und fhrt zur
        Walderneuerung durch die gezielte Schaffung von
        Jungwald. Holznutzung ist mit Geldertrag verbunden. Aus
        der Bereitstellung der Schutz-, Wohlfahrts- und
        Erholungsfunktion, alles wichtige Funktionen des Waldes,
        erzielt der Waldeigentmer hingegen selten ein
        Einkommen. Die Walderhaltung wird also aus den
        Gewinnen durch die Holznutzung finanziert.


        Holzprodukte:

        Holz ist ein wichtiger Rohstoff, der von der Natur immer
        wieder erneuert wird. Als Bauholz sowie fr die
        Mbelerzeugung wird es in Sgewerken zu Balken und
        Brettern geschnitten. Reste der Sgeindustrie werden zu
        Spanplatten verarbeitet. Durch chemische und
        thermomechanische Verfahren werden aus Hackschnitzeln
        Zellstoff, Holzstoff, Zellwolle und Viskosefaser
        gewonnen. Erhitzt man Holz unter Luftabschlu, zerfllt
        es in Holzkohle, Holzteer, Holzessig, Holzgeist und
        Holzgas. Diesen Vorgang nennt man
        Zersetzungsdestillation. Durch Surebehandlung von
        Holzschnitzeln erhlt man Holzzucker. Aus Holzasche
        gewann man frher Pottasche zur Seifenherstellung. Aus
        dem Harz der Schwarzkiefer wurde Terpentin hergestellt.
        sterreichisches Holz und Holzprodukte sind ein
        wichtiges Exportprodukt. Der Holzhandel ist nach dem
        Fremdenverkehr sterreichs wichtigste Einnahmequelle:
        1992 wurden um 16 Milliarden Schilling mehr Holz und
        Holzprodukte exportiert als importiert.


        Holzspiritus:

        Holzspiritus ist thanol, das durch Holzverzuckerung und
        darauffolgende Vergrung gewonnen wird.

        Siehe auch: Holzprodukte, Holzgeist.


        Holzstoff:

        Holzstoff ist ein Faserstoff, der als Grundsubstanz zur
        Papiererzeugung dient. Dazu werden Hlzer verwendet, die
        bei der Waldpflege anfallen. Sie werden in groen Mhlen
        zu einer breiigen Masse geschliffen. Holzstoff wird vor
        allem fr die Erzeugung von Zeitungspapier und anderem
        Pressedruckpapier verwendet, von dem keine hohe
        Haltbarkeit erwartet wird. Da nmlich bei der
        mechanischen Zerfaserung des Holzes viele Fasern
        zerschnitten oder beschdigt werden, leiden die
        Produkteigenschaften des aus diesem Rohstoff erzeugten
        Papiers. Dazu kommt, da zum Unterschied von chemisch
        aufgeschlossenem Holz (Zellstoff) bei der mechanischen
        Zerfaserung das Lignin erhalten bleibt. Lignin vergilbt
        und zerfllt leicht, womit Holzstoff nur als Grundlage
        fr kurzlebige Papierprodukte geeignet ist.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Holzzucker:

        Durch Behandeln von Holzabfllen mit Suren werden die
        langen Zellulosemolekle zu Zuckermoleklen
        (hauptschlich Glukose) abgebaut. Dazu wird 18O Grad
        heie, verdnnte Schwefelsure mit groem Druck durch
        die in einem hohen Turm aufgeschtteten Holzspne
        gepret. Der entstandene Zucker wird meist zu
        Holzspiritus (thanol C2H5OH) vergoren, das in der Sure
        gelste Lignin wird verbrannt und dient der
        Energiegewinnung. Moderne Papierfabriken knnen einen
        Groteil der bentigten Energie aus der Verbrennung von
        Lignin und Rinde gewinnen.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Klimanderung:

        Die Auswirkung des Treibhauseffekts knnte ein
        weltweiter Klimawandel sein. Viele Wissenschaftler sind
        berzeugt, da sich durch die Anreicherung von CO2 in
        der Atmosphre durch die Verbrennung fossiler
        Brennstoffe die Erde leicht (um 1 bis 2 Grad in den
        nchsten 1OO Jahren) erwrmen wird. Aber schon sehr
        geringe nderungen der Durchschnittstemperatur knnten
        gewaltige Auswirkungen haben: Die Sommer wrden
        heisser, Strme und Orkane wrden in unseren Breiten
        wten. Gletscher und das Polareis wrde schmelzen. Der
        Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere wrde zerstrt
        werden oder sich verschieben. Wlder, wie wir sie
        kennen, knnten bei uns durch Steppe ersetzt werden. So
        dramatisch diese Aussichten klingen, sollte man nicht in
        Panik verfallen. Die Klimanderungen, die in den
        letzten Jahrzehnten festgestellt wurden, sind immer noch
        bei weitem geringer, als die natrlichen Vernderungen
        der letzten 5OO Jahre: Betrachtet man Bilder des
        hollndischen Knstlers Breughel aus dem 16.
        Jahrhundert, kann man Leute auf Seen Schlittschuh laufen
        sehen, die seit Menschengedenken nicht mehr zugefroren
        sind.

        Siehe auch: Klimastation Wald, Sonnenkraftwerk Wald.


        Klimastation Wald:

        Schmutz, Staub, Rauch und Abgase belasten unsere
        Atemluft. Besonders in Industrie- und Ballungsgebieten
        bersteigt der Schadstoffgehalt der Luft immer hufiger
        die gesundheitsgefhrdende Grenze - nicht zuletzt
        deshalb, weil es in europischen Industriezentren kaum
        noch zusammenhngende Wlder gibt. Vordringlich ist
        daher, mit moderner Technik die Luftverschmutzung soweit
        es geht hintanzuhalten, um vor allem fr Ballungsgebiete
        den wichtigen Waldanteil zu erhalten. Denn gerade in
        diesen Gebieten sind Wlder fr die Erhaltung der
        Gesundheit der Menschen notwendig. Der Wald reguliert
        wie eine groe Klimastation Temperatur und
        Luftfeuchtigkeit seiner Umgebung. So ist es an einem
        heien Sommertag im Wald um einige Grade khler als auf
        einem Feld oder einer Wiese: ein Teil der Sonnenenergie
        wird nmlich zum Verdunsten von Wasser verwendet, ein
        anderer zur Erzeugung von Zellulose; dadurch bleibt
        weniger Energie zur Erwrmung des Bodens und der Luft.
        Wald wirkt auch als Filter: an der Oberflche der vielen
        Nadeln und Bltter knnen sich Staub und Schadstoffe
        absetzen - die Luft wird sauberer. Diese Filterwirkung
        kann nun fr den Wald selbst katastrophale Auswirkungen
        haben: Manche Schadstoffe werden von den Blttern
        aufgenommen, andere werden vom Regen abgewaschen und
        gelangen in den Boden. Reichern sich soviele
        Schadstoffe an, da die Bume selbst zugrunde gehen, ist
        das eine der Ursachen fr das Waldsterben (Waldzustand).
        In dichtbesiedelten Industriegebieten sind groe,
        zusammenhngende Waldflchen von erheblicher Bedeutung.
        Dort bersteigt der Schadstoffgehalt immer hufiger die
        gesundheitsgefhrdende Grenze. Aber gerade hier sind oft
        nur mehr geringe Waldreste zu finden.

        Siehe auch: Sonnenkraftwerk Wald.


        Lignin:

        Lignin ist neben Zellulose mit etwa 3O% der
        Hauptbestandteil von Holz. Die gelbe bis braune
        harzartige Masse ist zwischen den Pflanzenzellen
        eingelagert. In modernen Papierfabriken wird das bei der
        Papierherstellung in der Kochlauge gelste Lignin sowie
        die Baumrinde verbrannt; dadurch kann fast der gesamte
        Energiebedarf der Fabrik gedeckt werden. Durch
        Aufspalten der Ligninmolekle (Kracken) in den
        Sulfitlaugen, die bei der Zellstoffherstellung anfallen,
        werden Vanillin und andere aromatische Verbindungen
        gewonnen.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Maschineneinsatz:

        Wirtschaftliche Grnde fhren auch zur Rationalisierung
        bei der Waldarbeit. Wo immer es mglich und sinnvoll
        ist, wird die schwere und gefhrliche manuelle Ttigkeit
        durch Maschinen und Gerte untersttzt oder ersetzt.
        Der Einsatz von Maschinen mu jedoch immer gut berlegt
        sein, zudem sollten die kologischen Rahmenbedingungen
        (wie Boden- und Gelndeverhltnisse) mit bercksichtigt
        werden, um eventuelle Schden am Bestand und am Boden
        (Rckeschden) so gering wie mglich zu halten.


        Monokulturen:

        Eine Monokultur entsteht, wenn eine einzige Baumart vom
        Menschen dort flchenhaft angebaut wird, wo sie von
        Natur aus nicht oder nur mit anderen Baumarten gemischt
        vorkommt. Eine Monokultur darf man aber nicht mit
        natrlichen Reinbestnden verwechseln. Das sind
        Wlder, die von Natur aus vorkommen und aufgrund
        verschiedener Umweltbedingungen (z.B. Klima, Boden,
        Katastrophen) nur aus einer einzigen Baumart bestehen.

        Siehe auch: Urwald, Naturwald, naturnaher Wald.


        Nachhaltigkeit:

        Nachhaltige Waldbewirtschaftung bedeutete ursprnglich,
        da nicht mehr Holz geschlgert wird, als neu
        dazuwchst. Aus dem Raubbau, der in den heimischen
        Wldern vor Jahrhunderten zur Versorgung von Salinen,
        Glashtten und Stdten betrieben wurde, hat man gelernt
        und bereits zu dieser Zeit Bewirtschaftungsregeln zur
        Sicherung des Rohstoffes Holz eingefhrt. Damals - wie
        auch heute - bedeutete Nachhaltigkeit die
        Sicherstellung der Versorgung mit dem wertvollen
        Rohstoff Holz. In frheren Zeiten vor allem mit
        Brennholz, heute in erster Linie mit wertvollem
        Nutzholz. Heute bezieht sich der Begriff Nachhaltigkeit
        nicht nur auf die Nutzfunktion, sondern bedeutet, da
        alle Leistungen des Waldes (Waldfunktionen) auf Dauer
        erbracht werden knnen.

        Siehe auch: Forstwirtschaft, Walderhaltung, Rodung.


        Naturnahe Wlder:

        Bis auf wenige kleine Urwald- und Naturwaldreste findet
        man in sterreich nur Wlder, die seit langer Zeit vom
        Menschen genutzt werden. Manchen Wldern sieht man die
        Bewirtschaftung sofort an: die meisten Bume sind gleich
        alt, da sie zur gleichen Zeit gepflanzt wurden. (Auch in
        der Natur kann es solche Wlder geben: nach Waldbrnden,
        Lawinen oder Orkanen beginnt zur gleichen Zeit ein
        neues Leben fr den Wald.) Naturnahe Wlder bestehen
        dagegen meist aus ungleich alten Bumen verschiedener
        Baumarten; in manchen Gebieten findet man auch naturnahe
        Reinbestnde. Nur groe, reife Bume werden gefllt. Die
        entstehenden Lcher im Kronendach lassen Licht zu den
        noch jngeren Bumen darunter; diese wachsen dem Licht
        entgegen. Meist mssen keine kleinen Bume gepflanzt
        werden, da genug Verjngung aus den Samen der Altbume
        hervorgeht. Heute ist die Forstwirtschaft bestrebt, mit
        der Natur zu arbeiten und Wlder naturnah zu
        bewirtschaften.


        Naturwlder:

        Wlder, die auf den ersten Blick wie Urwlder aussehen,
        die aber einst vom Menschen bewirtschaftet worden sind,
        nennt man Naturwlder. In sterreich findet man bis auf
        kleine Urwaldreste keine Waldflchen, die nicht seit
        langem durch den Menschen in vielfltiger Weise genutzt
        werden. Die Forstwirtschaft versucht heute, Wlder
        mglichst naturnahe aufwachsen zu lassen. Viele vom
        Menschen gerodete Flchen, die frher als Viehweiden
        genutzt wurden, sind heute wieder bewaldet. Man erkennt
        diese ehemaligen Weiden daran, da im Unterholz noch
        Strucher, die vom Vieh verschmht wurden, wachsen
        (Schlehen, Weidorn, Wacholder). 



        kosystem:

        Als kosystem bezeichnet man die Einheit aus einer
        Lebensgemeinschaft, der Bioznose, und ihrem Lebensraum,
        dem Biotop. Durch Wechselwirkung zwischen den einzelnen
        Organismen und Umweltbedingungen entsteht ein
        Gleichgewicht. Wird dieses Gleichgewicht gestrt, kann
        das kosystem geschdigt werden oder gar "umkippen". Das
        kosystem Wald besteht aus Bumen, Struchern,
        Krutern und Grsern, dem Waldboden und den vielen
        Tieren, die im Wald leben (Biomasse). Waldkosysteme
        knnen aber sehr unterschiedlich aussehen: Der Boden,
        das Klima, die Hhenlage entscheiden ber die
        Zusammensetzung des Waldes (Baumarten). Je hrter die
        Lebensbedingungen fr die Bume sind, desto weniger
        Tier- und Pflanzenarten findet man. Oft kommen dann
        von Natur aus Wlder vor, die aus einer einzigen Baumart
        bestehen. Diese Reinbestnde drfen nicht mit
        knstlichen Monokulturen verwechselt werden. Durch die
        Forstwirtschaft, aber auch indirekt durch
        Industrieabgase, Verkehr und Fremdenverkehr greift der
        Mensch in das kosystem Wald ein. Nur das Wissen um
        die Zusammenhnge und das Gleichgewicht eines kosystems
        kann helfen, den Wald dauerhaft zu erhalten.


        Ozon:

        Ozon ist ein Molekl aus drei Atomen Sauerstoff. Es ist
        ein hochgiftiges, stechend riechendes Gas. Man riecht es
        oft neben Photokopierern oder Laserdruckern. Es entsteht
        dort (wie auch in der Atmosphre) aus gewhnlichem
        Sauerstoff durch Einwirkung von ultraviolettem Licht. In
        der Nhe des Erdbodens hat sich die Konzentration von
        Ozon seit 15O Jahren verdoppelt. Zu hohe
        Ozonbelastungen fhren zu Reizungen an Nase, Hals und
        Augen; im Wald kann Ozon zu Baumschden fhren (siehe
        Waldzustand). In der oberen Schicht der Atmosphre, in
        etwa 15km Hhe, hat das Ozon aber eine wichtige Aufgabe:
        es verhindert, da ultraviolettes Licht zur
        Erdoberflche gelangt. Dieser Bestandteil des
        Sonnenlichts ist fr Sonnenbrand, aber auch Hautkrebs
        verantwortlich. Eine Gruppe von Chemikalien, die
        Fluor-Chlor- Kohlenwasserstoffe oder FCKW, zerstren das
        Ozon, indem sie es in gewhnlichen Sauerstoff umwandeln.
        ber weiten Teilen der Sdhalbkugel, aber auch ber der
        Arktis, ist in den letzten Jahren so das "Ozonloch"
        entstanden. UV-Licht kann vermehrt durch die Atmosphre
        gelangen.



        Papiererzeugung:

        Die Baumstmme werden in etwa 1m lange Stcke
        geschnitten und in riesigen, sich drehenden Trommeln
        aneinandergerieben, wodurch die Rinde entfernt wird. Die
        entrindeten Holzprgel werden nun in Mhlen zu Holzstoff
        geschliffen oder in Hackmaschinen zu Hackschnitzeln
        aufbereitet. Whrend der breiige Holzstoff direkt zur
        Papiererzeugung verwendet werden kann, mssen die
        Hackschnitzel chemisch aufgeschlossen werden. In
        groen Kochern wird mit Lauge oder Sure aus den
        Holzstckchen der Zellstoff gelst (Sulfatzellstoff oder
        Sulfitzellstoff). Holzstoff und Zellstoff werden meist
        noch gebleicht, um weies Papier zu erhalten. Als
        weiterer Rohstoff dient Altpapier, welches aufgelst und
        von Druckfarben gereinigt werden mu. Da die Fasern von
        Altpapier zu kurz und brchig sind, um hochwertiges,
        festes Papier herzustellen, mu immer auch frischer
        Zellstoff beigemischt werden. Zellstoff, Holzstoff und
        Altpapier werden nun mit Wasser, Leim und Fllstoffen
        (Kreide, Kalk) vermischt und als dnnflssiger Brei auf
        das endlose Sieb der Papiermaschine gesprht, das sich
        rasch weiterbewegt. Das Wasser rinnt durch das Sieb ab,
        und es bildet sich das Papiervlies. Dieses wird in der
        Pressenpartie zwischen Filzbahnen ber Stahlwalzen
        gefhrt und dabei gepret und weiter entwssert. In der
        Trockenpartie wird das Papier mit ca. 1OO Grad heien
        Walzen endgltig getrocknet. Das fertige Papier wird auf
        Rollen aufgewickelt und meist in dieser Form verkauft.


        Papiergeschichte:

        Der Name Papier kommt von Papyrus, das schon vor 5OOO
        Jahren von den gyptern verwendet wurde. In mhsamer
        Arbeit wurden Streifen aus den Stengeln der
        Papyrusstaude geschnitten, kreuzweise bereinandergelegt
        und mit einem Hammer zu dnnen Blttern geklopft. Papier
        wurde in China um etwa 1OO n. Chr. erfunden.
        Pflanzenfasern und Hadern (Fetzen) wurden in einem
        Mrser zerstampft und mit Wasser vermischt. Mit einem
        Bambussieb (es sah aus wie eine sehr feine Badematte)
        wurde der Brei geschpft; das Wasser flo ab, die Fasern
        lagerten sich auf dem Sieb ab. Man legte das Sieb
        verkehrt auf eine Unterlage und rollte vorsichtig die
        Siebmatte ein. Die fertigen Bltter wurden dann gepret
        und getrocknet. Als im 8. Jahrhundert die Araber mit den
        Chinesen Krieg fhrten, kamen chinesische Papiermacher
        als Gefangene nach Arabien. Hier entwickelte sich zu
        einer Zeit, als bei uns gerade das Mittelalter begann,
        eine groartige Buchkultur. Feldzge der Araber brachten
        das Papier bis nach Spanien. Von hier verbreitete es
        sich ber Europa. In Italien wurden die Papiermhlen
        erfunden: Ein groes Wasserrad trieb die Stampfwerke an,
        in denen die Hadern zerfasert wurden. Die Erfindung der
        Buchdruckerkunst durch Johannes Gutenberg fhrte zu
        einem Aufschwung der Papiererzeugung. Um 18OO wurde die
        Papiererzeugung revolutioniert. Bisher hatte man immer
        noch mit groen Sieben Blatt um Blatt geschpft, dann
        gepret und getrocknet. In Frankreich wurde nun eine
        Maschine erfunden, die es ermglichte, lange
        Papierbahnen herzustellen; ber zwei Walzen war ein
        endloses Sieb gespannt. Der Papierbrei wurde auf das
        laufende Sieb geschpft, das Wasser tropfte ab; das noch
        feuchte Papier wurde auf Rollen gewickelt und dann
        weiterbearbeitet. Eine weitere umwlzende Erfindung
        betraf die Leimung des Papiers. Frher hatte man das
        Papier durch Eintauchen in Leim haltbarer gemacht. Nun
        mischte man den Leim gleich zu den Papierfasern. Leider
        zerstrte der neue Leim das Papier bald: Bcher aus
        dieser Zeit zerfallen heute zu Staub. Fr die vielen
        neuen Papierfabriken gab es bald zuwenig Hadern. Als man
        um 185O erkannte, da sich Holz zur Papiererzeugung
        eignet, war dieses Problem gelst. Zuerst wurde nur
        Holzstoff verwendet, bald darauf wurden Verfahren zur
        Zellstofferzeugung erfunden. Heutige Papiermaschinen
        erzeugen das ganze Jahr ber, Tag und Nacht ohne
        Unterbrechung Papier: Auf 9 Meter breite Rollen wird
        jede Minute 1 Kilometer Papier gewickelt. Pro Tag sind
        das 1OOO Tonnen Papier, genug fr 1O Millionen
        Schulhefte.


        Pottasche:

        Als Pottasche bezeichnete man frher Kaliumkarbonat
        (K2CO3), ein farbloses Salz, das man durch Auswaschen
        von Holzasche und anschlieendes Eindampfen in Tpfen
        (Ptten) gewann. Pottasche diente in der Antike und bis
        ins Mittelalter als Reinigungsmittel. Seit damals
        stellten Seifensieder (Schmier-)Seife her: Fett oder l
        wurde mit in Wasser gelster Pottasche solange
        gekocht, bis das Fett sich in Seife und Glyzerin
        gespalten hatte. Feste (Kern-)Seifen werden aus
        Natriumsalzen erzeugt. Kalium heit auf englisch
        Potassium.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Reinbestand:

        Als Reinbestand bezeichnet man einen Wald, der aus einer
        einzigen Baumart besteht. Natrliche Reinbestnde sind
        zum Beispiel Fichtenwlder, wie man sie im Gebirge
        findet. Im Gegensatz dazu stehen vom Menschen
        geschaffene Reinbestnde: Monokulturen, in denen nur
        eine Baumart angebaut wurde. Knstliche Reinbestnde
        entstehen auch durch das Fllen aller Mischbaumarten in
        einem Wald.


        Rodung:

        Nach dem sterreichischen Forstgesetz wird die
        Verwendung von Waldboden zu anderen Zwecken als fr
        Waldkulturen als "Rodung" bezeichnet. Es gilt der
        Grundsatz "Wald mu Wald bleiben". Das Ernten eines
        Waldes ist also keine Rodung, da die Flche sofort
        wieder aufgeforstet wird. Ausnahmen besttigen auch hier
        die Regel. Die zustndige Behrde kann, wenn das
        "ffentliche Interesse" an einer anderen Verwendung
        berwiegt, eine Rodungsbewilligung erteilen; aus
        privatem Interesse gibt es keine Rodung. Im Jahr 199O
        wurden rund 76O Hektar fr Verkehrsanlagen,
        Agrarstrukturverbesserungen, Wohnbau, Sport usw.
        gerodet. Dennoch wird der Wald in sterreich immer mehr.
        Der Zuwachs an Waldflche bertrifft den Verlust durch
        Rodung jhrlich um 4OOO Hektar.

        Siehe auch: Forstgeschichte, Walderneuerung,
        Nachhaltigkeit, Sonnenkraftwerk Wald.


        Sgeindustrie:

        Die Sgeindustrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor
        in sterreich. In den Sgewerken wird Rundholz, also
        gefllte Bume, zu Pfosten, Balken und Brettern zersgt
        (siehe Holzprodukte). Das wichtigste Erzeugnis der
        sterreichischen Sgeindustrie ist Nadelschnittholz,
        also Bretter aus Nadelbumen. Etwa die Hlfte davon wird
        in das benachbarte Ausland, nach Italien und
        Deutschland geliefert. sterreich ist der fnftgrte
        Nadelschnittholzexporteur der Welt.


        Saurer Regen:

        Als saurer Regen wird Niederschlag bezeichnet, der
        chemisch wie eine leichte Sure wirkt. (Der Geschmack
        von saurem Regen ist allerdings der gleiche wie von
        normalem Regen: nicht sauer, sondern wie abgestandenes
        Wasser). Saurer Regen entsteht, wenn die Wassertrpfchen
        einer Wolke die mit Abgasen verunreinigte Luft
        "auswaschen" und sich die Gase im Wasser lsen. Saurer
        Regen verursacht Schden an Pflanzen, die dadurch so
        geschwcht werden, da es schlielich zum Waldsterben
        kommen kann. Die fr den Wald wichtigen Bodenlebewesen
        (siehe Biomasse) werden durch den sauren Regen ebenfalls
        beeintrchtigt. Auch der Boden selbst kann sich chemisch
        so verndern, da wichtige Nhrstoffe fr die Pflanzen
        nicht mehr verfgbar sind.

        Siehe auch: Waldzustand.


        Schtztricks:

        Das Alter eines Baumes kann man, sofern er umgeschnitten
        ist, exakt bestimmen: jedes Jahr ist ein neuer Jahrring
        entstanden. Die Anzahl der Jahrringe ergibt also das
        Alter. Bei jngeren Nadelbumen kann man das Alter durch
        Abzhlen der Astquirl ermitteln. Sehr grob kann man
        schtzen, da ein Baum jedes Jahr um 5 mm dicker wird.
        Eine 4O cm dicke Fichte ist also ungefhr 8O Jahre alt.
        Das Gewicht eines Stammes kann grob ermittelt werden,
        indem man den Durchmesser (in Zentimetern) quadriert.
        Der Stamm der 4O cm dicken Fichte wiegt also etwa 4O x
        4O = 16OO kg; dazu kommt noch das Gewicht der ste und
        der Nadeln. Dividiert man das Gewicht durch 1OOO, erhlt
        man ungefhr das Volumen des Stamms: 16OO/1OOO=1.6 m3
        oder 1.6 Festmeter. Um die Hhe eines Baumes zu
        schtzen, braucht man einen Stecken, der genauso lang
        ist wie der Arm. Mit ausgestrecktem Arm geht man soweit
        von dem Baum weg, da die Spitze des lotrecht gehaltenen
        Steckens auf den Wipfel, das Ende auf die Wurzeln zeigt.
        Der Abstand zum Baum, den man durch Schritte messen
        kann, ist etwa gleich der Baumhhe. Will man wissen,
        wieviele Bume pro Hektar Wald wachsen, steckt man ein
        Quadrat (etwa 2Om x 2Om) ab und zhlt alle Bume
        innerhalb des Quadrats. Durch eine Schlurechnung kann
        man nun die Anzahl pro Hektar schtzen. Man zhlt zum
        Beispiel 24 Bume auf 2Om x 2Om=4OOm2, ein ha hat
        1O.OOOm2, insgesamt gibt es also 24 x (1OOOO / 4OO) =
        6OO Bume. Wenn man nun das Volumen der Bume schtzt,
        kann man das Gesamtvolumen des Waldes abschtzen.

        Siehe auch: Brusthhendurchmesser, Holz.


        Schutzwald:

        Schutzwlder sind Wlder, die durch Wind, Schnee, Wasser
        und Erosion gefhrdet sind und daher besonders geschtzt
        werden mssen. Das Forstgesetz schreibt eine besonders
        vorsichtige Behandlung dieser Wlder vor. Wlder in
        felsigen, schroffen Lagen, die nur mhsam aufgeforstet
        werden knnen, und Wlder an der Waldgrenze sind
        Schutzwlder. In manchen Wldern neigt der Boden zur
        Verkarstung oder Erosion: auch dort brauchen der
        Wald und der Boden unseren besonderen Schutz. Wrden
        Schutzwlder nicht erhalten werden, knnten sie das
        Entstehen von Muren, Lawinen, Hangrutschungen,
        Steinschlag und Erosion nicht mehr verhindern. Der
        Schutz, den Wald dem Menschen gibt, ginge also verloren.
        Wo diese Wlder beraltert oder nicht mehr gesund sind,
        werden daher von der ffentlichkeit Programme zur
        Schutzwaldsanierung durchgefhrt. Diese Vorsorge ist
        billiger, als spter knstliche Verbauungen gegen
        Wildbche und Lawinen erricheten zu mssen. In
        besonderen Fllen kann ein Wald durch das Forstgesetz
        zum Bannwald erklrt werden. Hufig werden die
        Begriffe Schutzwald und Bannwald miteinander
        verwechselt.


        Skifahren:

        Beim Skifahren ist es wichtig, sich ausschlielich an
        markierte Strecken zu halten. Denn das sogenannte
        Variantenfahren, also das Abfahren in der Nhe von
        Liften und Skipisten durch den Wald, schdigt den Wald,
        insbesondere die Jungbume. Durch die Stahlkanten der
        Skier werden aus dem Schnee herausragende Baumwipfel
        schwer beschdigt. Auch wird das Wild dabei in seiner
        Ruhe gestrt und der Wildverbi und die Schlschden
        nehmen zu. Doch gerade in diesen Zonen ist der Wald, der
        ja auch als Schutz- und Bannwald dient, besonders
        gefhrdet. Aus diesen Grnden verbietet das Forstgesetz
        das Variantenfahren.


        Sonnenkraftwerk Wald:

        Pflanzen haben die Fhigkeit, Lichtenergie in chemische
        Energie umzuwandeln, indem sie mit Hilfe der
        Lichtenergie aus dem CO2 der Luft und dem Wasser des
        Bodens Zucker erzeugen. Diesen Vorgang nennt man
        Photosynthese. Sehr vereinfacht kann man sagen, da bei
        der Photosynthese, die aus unzhligen Teilreaktionen
        besteht, aus sechs CO2-Moleklen und sechs
        Wassermoleklen H2O ein Zuckermolekl C6H12O6 und sechs
        Sauerstoffmolekle O2 entstehen. Der Sauerstoff wird als
        Gas freigesetzt. Aus dem Zucker werden verschiedene
        organische Verbindungen (Zellulose, Strke, Fette,
        Harze) aufgebaut. Tiere, die selbst nicht die Fhigkeit
        zur Photosynthese haben, sind auf die Pflanzen als
        Nahrung und Energieproduzenten angewiesen. Der
        Kohlenstoff wird so Teil der Tierkrper. Doch der
        Kohlenstoff bleibt nicht auf Dauer in Pflanzen und
        Tieren gebunden. Ein Teil der
        Kohlenwasserstoffverbindungen wird von den Pflanzen (vor
        allem in der Nacht) wieder "veratmet" und dadurch in
        Energie umgewandelt. Die im Wald lebenden Tiere
        verbrauchen etwa die Hlfte des entstandenen Sauerstoffs
        bei der Atmung. Abgestorbene Pflanzenteile werden von
        Pilzen und Bodenbewohnern zersetzt. Zur
        Verbrennung der Pflanzen ist ebenfalls Sauerstoff ntig.
        Bei der Verbrennung wird jene Menge CO2 freigesetzt, die
        vorher in der Pflanze gebunden wurde. Der Kreislauf ist
        geschlossen. Wird Wald nachhaltig bewirtschaftet, wird
        also nur soviel Holz geerntet wie nachwchst, strt man
        den natrlichen Kreislauf von CO2 nicht.

        Siehe auch: Biomasse



        Spanplatten:

        Spanplatten werden aus Holzspnen hergestellt, die mit
        Leim vermischt werden und unter Druck und Temperatur zu
        Platten gepret werden. Das nach Baumarten sortierte
        Holz wird zu feinen Holzspnen zerkleinert. Diese Spne
        enthalten viel Feuchtigkeit und mssen getrocknet und
        gesiebt werden. Die trockenen Spne werden mit wenig
        Leim vermischt und auf ein breites Frderband geblasen.
        Durch das unterschiedliche Gewicht der Spne entstehen
        eine grobe Mittelschicht und feine Deckschichten. Der
        Spnekuchen ist jetzt ungefhr fnfmal so hoch wie die
        fertige Platte. Zwischen Stahlbndern, die zwischen
        beheizten Rollen laufen, wird die Platte gepret. Das
        endlose Plattenband wird nun in etwa 2-6m lange Stcke
        geschnitten, die abgekhlt und dann glattgeschliffen
        werden. Die Oberflchen der Platten knnen nun mit
        Furnier oder Kunststoffmaterialien - je nach
        Verwendungszweck - beklebt werden.

        Siehe auch: Faserplatten, Formaldehyd, Holzprodukte.


        Sulfatzellstoff:

        Das zu Hackschnitzeln zerkleinerte Holz wird unter Druck
        (7-8 bar) und 16O-18OC mehrere Stunden in einer
        Kochlauge (Natriumsulfat, Natriumsulfid, Natriumhydroxid
        und Natriumkarbonat) gekocht. Diese Kochlauge bezeichnet
        man als Weilauge. Nach dem Kochen wird die entstandene
        Ablauge, nun Schwarzlauge genannt, vom Zellstoff
        getrennt. Die Lauge wird nun eingedickt und dann
        verbrannt. Aus den Rckstnden wird wieder Weilauge
        gewonnen, soda ein geschlossenes Verfahren (Recycling)
        ermglicht wird.


        Sulfitzellstoff:

        In surefesten Kesseln werden die Holzhackschnitzel mit
        einer Kochsure (Magnesiumbisulfit) unter Druck (7-9
        bar) und 12O-16OC mehrere Stunden gekocht. Nach der
        Trennung von Zellstoff und Ablauge wird diese
        eingedampft und verbrannt. Sie enthlt das Lignin und
        andere herausgelste Holzbestandteile. Die
        freiwerdende Energie wird zur Gewinnung von Elektrizitt
        verwendet. Die Verbrennungsrckstnde knnen in einem
        geschlossenen Kreislauf weitgehend zurckgewonnen
        werden.


        Treibhauseffekt:

        Verschiedene Gase in der Atmosphre, hauptschlich
        Wasserdampf und CO2, sind dafr verantwortlich, da die
        Erde nicht zu stark auskhlt und eine
        Durchschnittstemperatur von 15C hlt. Sie verringern
        wie die Scheiben eines Glashauses, die Wrmeabstrahlung.
        Ohne Treibhauseffekt wrde die Erde auf -2OC abkhlen,
        da die Wrme in den - 273C kalten Weltraum entweichen
        knnte. Die Konzentration von CO2 in der Atmosphre
        steigt durch die Verwendung von Kohle, Erdl und Erdgas
        seit 185O laufend an. Dadurch wird der natrliche
        Treibhauseffekt verstrkt. Eine mgliche Folge davon
        sind weitreichende Klimanderungen auf der gesamten
        Erde. Zu verhindern ist der weitere Anstieg von CO2
        durch Sparen von Energie. Jene Energie, die im
        Sonnenkraftwerk Wald gewonnen wird, kann mithelfen, die
        Verwendung fossiler Brennstoffe zu verringern.


        Tropenwald:

        Etwa 1O% der Erdoberflche sind mit Tropenwldern
        bedeckt. Man findet sie in Sdamerika, Afrika und
        Sdasien in der Nhe des quators. Tropenwlder sind mit
        etwa 45.OOO Pflanzenarten die artenreichsten Wlder der
        Erde. Auf der Flche eines Fuballfeldes sind bis zu 3OO
        verschiedene Baumarten zu finden. Im Gegensatz zu Europa
        hatten die Urwlder hier hunderttausende Jahre Zeit,
        sich zu entwickeln (siehe Waldgeschichte). Die
        Tropenwlder sind stark gefhrdet: Jedes Jahr wird eine
        Flche doppelt so gro wie sterreich gerodet.
        Holzunternehmen schlagen oft mehrere Hektar Wald, nur um
        wenige fr sie wertvolle Urwaldriesen fllen zu knnen.
        Der Rest der Bume wird einfach verbrannt (Siehe CO2).
        Aufforstungen, wie sie bei nachhaltiger Bewirtschaftung
        notwendig sind, werden oft nicht durchgefhrt. Auch um
        Ackerland zu gewinnen, werden die Wlder verbrannt. Die
        Bden aber sind nicht fruchtbar: fast alle Nhrstoffe
        waren in den Bumen gespeichert und sind verbrannt
        worden. Regen schwemmt den Rest der dnnen Bodenschicht
        weg. Nach ein, zwei Jahren ist das neue Ackerland
        zerstrt, neue Wlder werden gerodet.


        Urwald:

        Urwlder sind Wlder, die vom Menschen niemals genutzt
        worden sind. In sterreich gibt es seit dem letzten
        Jahrhundert nur noch fnf kleine Urwaldreste (etwa 35O
        Hektar). Hier sind noch viele vom Aussterben bedrohte
        Pflanzen- und Tierarten zu finden. Ein natrlicher Wald
        verndert sich dauernd. In ihm herrscht ein
        Gleichgewicht zwischen dem Absterben alter Bume und dem
        Heranwachsen junger Exemplare, die die entstandenen
        Lcken fllen. Katastrophen wie Waldbrnde, die durch
        Blitzschlag entstehen, und Orkane vernichten grere
        Waldflchen; erst Jahrzehnte spter ist ein intakter
        Wald wiederhergestellt. Es gibt Wlder, die wie Urwlder
        aussehen, aber vom Menschen beeinflut worden sind; man
        nennt sie Naturwlder.

        Siehe auch: Forstgeschichte.


        Viskoseseide:

        Viskoseseide ist eine Chemiefaser, die aus Zellstoff
        gewonnen wird. Stoffe aus Viskose sehen hnlich aus wie
        Seide. Der Zellstoff fr die Viskosefasererzeugung wird
        aus Buchenholz hergestellt und gebleicht. Der Zellstoff
        wird mit Natronlauge NaOH behandelt, vollstndig
        zerfasert und einige Stunden "reifen" gelassen. Die
        entstandene Sulfatzellstoff wird in einem Kessel mit
        Schwefelkohlenstoff CS2 versetzt und in Natronlauge
        aufgelst. Diese Lsung heit Viskose. Durch feine
        Spinndsen wird die Viskose in ein Fllbad gepret, in
        dem sie zu einem seidenartigen Faden erhrtet. Aus
        mehreren Fasern entsteht ein Kunstseidenfaden.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Wald und Weide:

        Weidet zuviel Vieh im Wald, so verursacht es groe
        Schden. Es werden derzeit rund zehn Prozent der
        sterreichischen Waldflche (4OO.OOO Hektar) beweidet,
        auf rund 7OO.OOO Hektar bestehen Weiderechte. Das Vieh
        (Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen) verbeit bei der
        Waldweide Keimlinge und Jungpflanzen aller Baumarten.
        Trittschden verursachen Wurzel- und Rindenverletzungen,
        der Boden wird aufgerissen und so fr Rutschung und
        Erosion vorbereitet. Durch die Bodenverdichtung rinnt
        mehr Wasser oberflchig ab, und die
        Wasserspeicherfhigkeit wird herabgesetzt. Heute wird
        versucht, Wald und Weide zu trennen.

        Siehe auch: Forstgeschichte.


        Waldbewirtschaftung:

        Die Rcksichtnahme auf Natur und Landschaft stellt das
        kologische Denken in den Mittelpunkt. Nur ein nach den
        Prinzipien der Natur bewirtschafteter Wald kann in
        hchstem Mae Funktionen des Waldes erfllen. Das
        Resultat einer naturnahen Waldbewirtschaftung sind
        gesunde, stabile Wlder, die nachhaltig am
        leistungsfhigsten sind. Die sterreichische
        Forstwirtschaft setzt in letzter Zeit nicht mehr auf
        Kahlschlag (das sterreichische Forstgesetz erlaubt
        Kahlschlge bis auf maximal zwei Hektar), sondern
        vielmehr auf naturnahe Waldbewirtschaftung. Diese
        erfolgt kleinflchig und dient der Waldpflege sowie der
        Erneuerung des Waldes. Die naturnahe Bewirtschaftung der
        Wlder, die Boden und Bestand schont, fhrt langfristig
        zu Bestnden mit weitgehend natrlicher
        Baumartenmischung und natrlichen Boden- und
        Vegetationsverhltnissen.


        Walderhaltung:

        Das hohe Ma an Verantwortung gegenber der Natur
        bestimmt den Umgang der Forstwirtschaft mit dem
        kosystem Wald. Die Arbeit der gut ausgebildeten
        Forstleute spielt dabei eine wichtige Rolle. In den
        industrialisierten Lndern hat die rasche technische
        Entwicklung zu einschneidenden Vernderungen der
        Landschaft gefhrt. Obwohl die bewaldeten Flchen sich
        verringert haben, konnten Wlder ihren natrlichen
        Charakter meist erhalten. Weltweit nimmt die Waldflche
        mit groer Geschwindigkeit ab. Whrend in den
        Entwicklungslndern Armut und berbevlkerung Ursache
        fr Raubbau und Waldzerstrung sind, werden in
        Nordamerika und Asien riesige Waldgebiete ohne
        Wiederaufforstung gerodet. In frheren Jahrhunderten gab
        es Anstze dieser Entwicklung auch in Mitteleuropa;
        diese sind jedoch erkannt und durch entsprechende
        Forstgesetze abgefangen worden. Heute drohen dem
        sterreichischen Wald Gefahren durch
        Luftverunreinigungen und Wildschden. Zur Erhaltung der
        Wlder mssen alle beitragen: Durch Sparen von Energie,
        Verwendung von Katalysatoren in Autos, aber auch
        richtiges Verhalten bei der Erholung im Wald.


        Walderneuerung:

        Die Erneuerung des Waldes geschieht "natrlich" durch
        das Keimen von Baumsamen, oder durch Pflanzen von
        Jungbumen (Aufforstung). Wo Naturverjngung mglich
        ist, bietet sie eine Vielzahl von Vorteilen: fr das
        Gebiet passende Baumarten, groe Pflanzenanzahl, gesunde
        Wurzeln und geringerer Schdlingsbefall. Daher wird
        heute immer mehr versucht, die natrliche Verjngung zu
        frdern. In den letzten zehn Jahren konnte der Anteil an
        Naturverjngungen verdoppelt werden; der Anteil der
        Mischbaumarten stieg dabei entsprechend an. In
        sterreich ist die Wiederbewaldung durch das Forstgesetz
        vorgeschrieben. Die Verjngung mu rechtzeitig erfolgen
        und solange fortgesetzt werden, bis sicher ist, da
        daraus ein Wald entstehen kann.

        Siehe auch: Forstwirtschaft, Rodung.


        Waldpflege:

        Fr das Gedeihen der einzelnen Bume und Baumarten sind
        nicht nur die kologischen Bedingungen (Klima, Boden
        etc.) entscheidend, sondern vor allem die
        Wettbewerbsverhltnisse. Mit zunehmendem Alter nimmt
        auch der unter- und oberirdische Platzbedarf der Bume
        zu. Die Bume stehen dadurch miteinander in Konkurrenz
        um Licht, Nhrstoffe, Wasser und Lebensraum. Bei der
        "natrlichen Auslese" entscheidet oft auch der Zufall
        ber Sein oder Nichtsein der einzelnen Bume. Durch die
        pflegende Auslese wird gezielt die Lebenskraft der
        bestentwickelten Bume gefrdert und die erwnschte
        Baumartenvielfalt gesichert

        Siehe auch: Durchforstung, Christbume, Forstschutz.


        Waldzustand:

        Seit etwa zehn Jahren wurden in Europa groflchige
        Schden bei Nadel- und Laubbumen beobachtet: Bltter
        und Nadeln verfrbten sich und fielen ab. Baumkronen
        wurden "durchsichtig", Wurzeln starben ab. Fr diese
        Schden hat sich der Begriff "Waldsterben" eingebrgert
        - ob die Wlder nun abgestorben oder "nur" stark
        geschdigt sind. Straenverkehr, kalorische Kraftwerke,
        Industrie und Abgase aus Wohnhusern geben riesige
        Schadstoffmengen an die Luft ab, die ber weite Strecken
        transportiert und dabei durch chemische Reaktionen in
        gefhrliche Gifte umgewandelt werden knnen, bevor sie
        auf den Boden, auf Wald und Mensch niedergehen. Um das
        Waldsterben zu verhindern, werden schadstoffarme
        Brennstoffe verwendet, Filteranlagen in
        Industrieanlagen und Katalysatoren in Fahrzeuge
        eingebaut.

        Siehe auch: Saurer Regen, Sonnenkraftwerk Wald, Ozon.


        Wild:

        Noch vor 1OOO Jahren war sterreich fast vollstndig
        bewaldet. Damals gab es relativ wenig Wild. Durch die
        immer dichtere Besiedlung durch den Menschen wurden die
        Lebensrume des Wildes stndig verkleinert. Gleichzeitig
        wurden die natrlichen Feinde des Wildes, wie z.B. der
        Wolf, der Luchs und der Br, ausgerottet. Wegen des
        Interesses der Jagd wurden die Wildbestnde aufgehegt.
        Immer mehr Wild mute in immer weniger Wald Platz
        finden. Dadurch wurden in einigen Gebieten die Bume
        stark geschdigt: Hirsche schlen Rinde von Bumen, um
        sie zu fressen. Rotwild und Rehe fressen (verbeien)
        Triebe und Zweige von jungen Bumchen, die dann
        absterben.

        Siehe auch: Skifahren, Walderhaltung.


        Z-Bume:

        Z-Bume sind Zukunftsbume, also gesunde, starke,
        wertvolle Bume, die den Endbestand eines Waldes bilden
        sollen. Befreit man Z-Bume durch Durchforstung von
        Bumen, die sie bedrngen, so knnen sie schneller und
        ungehindert wachsen.


        Zellstoff:

        Zellstoff ist ein aus faserhaltigen Pflanzen durch
        chemische Aufbereitung gewonnener Faserstoff aus
        Zellulose. Die Stoffe, die die Fasern in der Pflanze
        miteinander verbinden (Lignin, Harze), werden dabei
        herausgelst. Zur Herstellung von Zellstoff werden
        hauptschlich zwei Verfahren angewendet: das Sulfat-
        und das Sulfitverfahren. Beide lassen eine weitgehende
        Wiederverwertung der eingesetzten Chemikalien zu.
        Zellstoff ist Rohstoff in der Papiererzeugung sowie
        Ausgangsstoff fr Viskose, Zellwolle, Zelluloselacke und
        Schiebaumwolle.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Zellulose:

        Zellulose ist ein kettenfrmiges Molekl aus 3OO bis
        5OOO Glukosemoleklen. Sie ist das in der Natur am
        hufigsten vorkommende Kohlehydrat. Als Gerstsubstanz
        sorgt sie fr die Stabilitt der Pflanzen. In Flachs,
        Hanf, Jute, Baumwolle und Ramie ist sie fast rein
        vorhanden; Holz besteht zu etwa 45% aus Zellulose. Als
        Zellstoff ist die Zellulose Grundstoff vieler
        technischer Produkte.

        Siehe auch: Holzprodukte.


        Zellwolle:

        Ebenso wie die Viskoseseide ist Zellwolle ein Produkt
        aus Viskose. im Gegensatz zu Viskoseseide wird die
        Zellwolle aber nicht als endloses Garn aufgespult,
        sondern zu einem dicken Fadenstrang gesammelt. Nach
        einem grndlichen Waschvorgang wird die Zellwolle in 3
        bis 2Ocm lange Stcke geschnitten. Die getrockneten,
        gekruselten Fasern knnen wie Wolle versponnen und zu
        Textilprodukten verarbeitet werden.

        Siehe auch: Holzprodukte.
        


























































